# Baukunst Nürnberg > Architekturgeschichte von Nürnberg, nach Epochen geordnet ## Posts - [Euchariuskapelle](https://baukunst-nuernberg.de/euchariuskapelle/): Euchariuskapelle Egidienplatz 12 (zur Egidienkirche)  ▶ Karte im BayernAtlas 1120-1130 Die Euchariuskapelle ist einer der ältesten erhaltenen Sakralbauten in Nürnberg. Entstanden um 1120-1130 als königliche Eigenkirche, zeigt sie mit ihren massiven Wänden romanische Proportionen. Die Fenster wurden nachträglich zu Spitzbögen erweitert. Ebenso stammen die Strebepfeiler aus späterer Zeit, wohl im Zusammenhang mit der Einwölbung des ursprünglich flachgedeckten Raumes um 1220/30. Das unscheinbar auftretende Bauwerk erweist sich bei näherer Betrachtung als sehr interessant. Die Zweischiffigkeit des Raumes hat eine Parallele zur etwa gleichzeitig mit der  Einwölbung entstandenen, später aber im Zuge der Erbauung des Hallenchores abgetragenen Ostkrypta von St. Sebald. Auch […] - [Burg](https://baukunst-nuernberg.de/burg/): Die Burg zu Nürnberg Burg 1-18  ▶ Karte im BayernAtlas 11.(?)-16. Jh. Die Nürnberger Burg thront über der Stadt. Sie ist Orientierungspunkt und krönender Abschluss der städtebaulichen Anlage Nürnbergs. Die über dem Häusermeer auf einem Sandsteinfelsen thronende, vielfach und oft pathetisch beschriebene Burganlage wirkt auch heute noch aus jeder Richtung gesehen eindrucksvoll. Ihre historische Bedeutung ermißt sich angesichts der Tatsache, daß zwischen 1050 und 1571 alle deutschen Kaiser und Könige ihre Reichstage hier abhielten. Die Burg, vom Spittlertorgraben aus gesehen: so malte sie schon Albrecht Dürer Foto: Heinz Metzner Die Nürnberger Burg von Westen Foto: Heinz Metzner Die heute vorhandene […] - [Allgemeines Romanik](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-romanik/): 1000 – 1250 Der Beginn der kontinuierlichen Bautätigkeit in Nürnberg wurde lange Zeit mit der ersten urkundlichen Erwähnung (1050) im fünften Jahrzehnt des 11. Jahrhunderts vermutet. Erst seit einigen Jahren finden archäologische Untersuchungen statt, allerdings mit Ergebnissen, auf Grund derer die ersten Kapitel der Stadtgeschichte neu geschrieben werden müssen. Grabungen im Sebalder Stadtteil mit Funden aus dem 10. Jahrhundert weisen auf Niederlassungen im 8./9. Jh. hin. Somit kann man heute wohl davon ausgehen dass sich Nürnberg aus einer Ansiedlung von landwirtschaftlichen Anwesen entwickelt hat (siehe dazu den untenstehenden Literaturhinweis). Ob auf dem Burgfelsen schon vor dem Jahr 1000 Bauten standen, […] - [Peterskirche](https://baukunst-nuernberg.de/peterskirche/): Peterskirche Regensburger Straße 62  ▶ Karte im BayernAtlas 1898-1901 Joseph Schmitz So war neugotische Architektur inspiriert: auf dieser Aufnahme fällt die Ähnlichkeit der Turmhelme von St. Sebald (links) und dem Kirchturm der Peterskirche (rechts klein im Bild) auf. Der Spitzhelm des neugotischen, von 1898-1901 nach Plänen von Joseph Schmitz errichteten Baus ist in ähnlicher Weise durchbrochen wie die ab 1482 entstandene Spitze des  Südturms von St. Sebald. Türmvergleich von Sebaldus- und Peterskirche Die Peterskirche, ein gelungener neugotischer Bau Die Peterskirche ist das Wahrzeichen des Stadtteils Gleishammer. Links der „Norikus“, rechts das Hochhaus der Nürnberger Versicherungen. - [Nuernberger Hauptbahnhof](https://baukunst-nuernberg.de/nuernberger-hauptbahnhof/): Hauptbahnhof Bahnhofsplatz 9 1900-1906 Karl Gustav Zenger Der Nürnberger Hauptbahnhof, errichtet 1900-1906 von Karl Gustav Zenger, ist ebenfalls neubarock. Der verwendete Muschelkalk verleiht der Fassade eine monumentale Wirkung. Sie ist reich gegliedert und mit symbolistischer Bauplastik versehen (Symbol des Fortschrittes auf dem Hauptportal mit Flügelrad). Haupteingang Besonders wertvoll ist der Jugendstil-Saal des Müncheners Bruno Paul, ehemals das Bahnhofsrestaurant. Zu erwähnen ist ferner eine historische Litfaßsäule vor dem Bahnhofsgebäude. Der Hauptbahnhof, Nürnbergs Verkehrsdrehscheibe Der monumental wirkende Bahnhof ersetzte ein neugotisches Bauwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Für Bauten dieser Größe eignete sich der aus der kleinteiligen Altstadtbebauung hervorgegangene Nürnberger Stil […] - [Maxbruecke](https://baukunst-nuernberg.de/maxbruecke/): Maxbrücke  ▶ Karte im BayernAtlas 1850-1852 Bernhard Solger Maxbrücke in der Altstadt: Geländer mit Maßwerk, aber aus Gußeisen. Die Wahl dieses Materials zeigt den Fortschritt in der durch die industrielle Fertigung und Serienproduktion ermöglichten Rationalisierung. Spürbar wird hier das Ringen zwischen der Verbindlichkeit des Alten und dem sich abzeichnenden technischen  Fortschritt. Man war sich noch nicht der neuen architektonischen Ausdrucksform bewußt, hatte sie aber bereits unbewußt benutzt. Maxbrücke von Südosten Die Besonderheit der Maxbrückeist das gußeiserne Maßwerk - [Lorenzer Pfarrhof](https://baukunst-nuernberg.de/lorenzer-pfarrhof/): Lorenzer Pfarrhof Lorenzerplatz 8/10  ▶ Karte im BayernAtlas 1846 Karl Alexander von Heideloff Am erhaltenen westlichen Flügel des Lorenzer Pfarrhofes von 1846 ist die Handschrift Heideloffs ablesbar. Die Verwendung gotischer Elemente, wie Kielbögen,  Maßwerk und Stufengiebel, zeigen genaue Kenntnisse der mittelalterlichen Formensprache. Trotz des freilich dekorhaften Charakters wirkt die Arbeit des Architekten einheitlich und stilsicher. Heideloffs Wirken wurde mit der Zeit kaum mehr gewürdigt. Dies führte dazu, daß schon vor dem zweiten Weltkrieg in Nürnberg fast keines seiner Werke mehr bestand. Gerade in der Zeit des Nationalsozialismus wurde noch einiges bewußt zerstört, da man die verspielte Neugotik ablehnte. Dieser „Stadtbildpflege“ […] - [Labenwolf-Gymnasium](https://baukunst-nuernberg.de/labenwolf-gymnasium/): Labenwolf-Gymnasium 1896/98 Heinrich Wallraff Labenwolfstraße 10 Dieses Schulgebäude, das der Verfasser sehr gut kennt, ist im Stil der Nürnberger Renaissance um 1600 gehalten. Hinter dem mächtigen Volutenzwerchgiebel des Mittelrisalits befindet sich die alte Turnhalle. - [Justizpalast](https://baukunst-nuernberg.de/justizpalast/): Justizpalast 1910-1914 Hugo von Höfl und Günter Blumentritt Fürther Straße 110/112 Der Komplex der Gerichtsgebäude entstand 1910-1914 unter stilistischer Orientierung an der deutschen Renaissance um 1600. Die monumentale Baugruppe zieht sich über mehrere hundert Meter an der Fürther Sträße entlang und besteht aus drei Teilen: einem Westbau, in dem die Staatsanwaltschaft untergebracht ist, dem Hauptbau mit Amts-, Land- und Oberlandesgericht, sowie dem Ostbau, dessen wichtigster Bestandteil der Schwurgerichtssaal 600 ist. Die drei Gebäude sind im 1. und 2. Obergeschoss durch überdachte Brücken miteinander verbunden. Figurale Bauplastik und Wappenkartuschen schmücken die Aüßenansicht ebenso wie die Portalarchitektur von Ost- und Westbau. Der […] - [Irrhain Historismus](https://baukunst-nuernberg.de/irrhain-historismus/): Irrhain-Portal Lachfelderstraße 1894 Die Literaturvereinigung des Pegnesischen Blumenordens ließ 1894 anläßlich ihrer 250-Jahrfeier ihren 1676 entstandenen „Irrhain“ bei Kraftshof mit diesem Rundbogenportal versehen. Am Schlussstein war der heute nicht mehr vorhandene Kopf einer Pegnitzschäferin angebracht. Auch kam der ursprüngliche schmiedeeiserne Torflügel in den Nachkriegswirren abhanden. Die Wahl von rustiziertem Mauerwerk und toskanischer Pilasterordnung zeigt die Affinität zur italienischen Renaissance. - [Hansa-Haus](https://baukunst-nuernberg.de/hansa-haus/): Hansa-Haus Fürther Straße 2 1895 „Hansa-Haus“ am Plärrer in wichtiger (Eck-) Lage am Altstadtring, entlang dem sich repräsentative Bauten um die Altstadt scharten. Der auffällige Treppengiebel und andere historisierende Elemente zieren eine glatte Sandsteinfassade. Damit kann das Haus dem „Neu-Nürnberger Stil“ zugeordnet werden. - [Gewerbemuseum](https://baukunst-nuernberg.de/gewerbemuseum/): Gewerbemuseum 1892-1897 Theodor von Kramer Gewerbemuseumsplatz 2 Ein Monumentalbau ist das Gebäude, in dem ursprünglich die Landesgewerbeanstalt Bayern und das Kunstgewerbemuseum beheimatet waren. Seine pompös-protzige, aber auch elegante neubarocke Schloss-Architektur mag heute quantitativ nicht mehr beeindrucken, aber zur Bauzeit sprengte der in der Altstadt gelegene Komplex die Mäßstäbe des mittelalterlich-kleinteiligen Umfelds. Vor dem Krieg hatte das Gewerbemuseum eine Kuppel über dem Mittelrisalit, der auch die Eingangspartie aufnimmt. Auch ohne diese Zutat ist die angestrebte repräsentative Wirkung der Architektur noch vorhanden, die mit den Mitteln des Barock erreicht wird. Haupteingang an der Nordseite Das ehemalige Gewerbemuseum von Süden; im Vordergrund ein […] - [Gesellschaftshaus](https://baukunst-nuernberg.de/gesellschaftshaus/): Haus der „Gesellschaft Museum“ 1898-99 Emil Hecht Campestraße 10 Großbürgerliches Wohnen um die Jahrhundertwende: das verkörpert in Nürnberg in bester Ausprägung die ehemalige Bankiersvilla in der Campestraße. Die Aufteilung in einen Wirtschaftsteil mit Dienstboteneingang und den vornehmen Wohnteil spiegelt noch heute die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse wider. Der elegante ovale Treppenturm im Winkel der beiden Gebädetrakte ist gleichzeitig deren Bindeglied und dominiert die Lage an der Ecke zweier Straßenzüge. Heute nutzt die „Gesellschaft Museum“ das repräsentative Gebäude, zu dem ein größeres Parkgrundstück gehört. Obwohl es heute mit Appartementblöcken bebaut ist, kann seine ehemalige Ausdehnung noch an der Gartenmauer abgelesen werden. - [Gefaellstelle](https://baukunst-nuernberg.de/gefaellstelle/): Ehemalige Gefällstelle 1900 Auch die Stadt Nürnberg selbst nutzte die moralisch-assoziative Aussagekraft des „Nürnberger Stils“ für ihre Amtsgebäude. Nach nebenstehendem Entwurf erbaute die Stadt Nürnberg im Jahre 1900 an der Einfallstraße von Erlangen eine sogenannte Gefällstelle im „Neu-Nürnberger Stil“. Solche Einrichtungen dienten der Vereinnahmung lokaler Abgaben („Zölle“), die beim Betreten des Nürnberger Stadtgebietes fällig wurden. Daher existierten solche Einrichtungen an den Einfallstraßen der Stadt. Das hier gezeigte Haus hatte einen erdgeschossigen Kassenraum, der sich in einem Vorbau befand und nach außen durch ein großes, zur Straße zeigendes Fenster kenntlich war. Der Vorbau schiebt sich wie ein Riegel weit an die […] - [Fuerther Stadttheater](https://baukunst-nuernberg.de/fuerther-stadttheater/): Stadttheater Fürth 1901-1902 Ferdinand Fellner und Herrmann Helmer Das Fürther Stadttheater ist ein herausragendes Beispiel für einen historistischen Theaterbau. Es ist unter Verwendung barocker Stilelemente erbaut und besitzt eine besonders gute Ausstattung im Neo-Rokoko. Die Wahl dieses Stiles für ein Theater sollte den Besucher in festliche Stimmung versetzen und an die Blüte des Theaters in der Barockzeit erinnern. Auch einer der berühmtesten neubarocken Bauten überhaupt ist ein Theater: die von 1861-74 erbaute Pariser Oper. Das Fürther Stadttheater wirkt jedoch durch weniger pompöses Auftreten sympathischer und insgesamt stimmiger. Im städtebaulichen Zusammenhang hat das Stadttheater die Funktion des Abschlusses des vorgelagerten Hallplatzes. […] - [Fuerther Rathaus](https://baukunst-nuernberg.de/fuerther-rathaus/): Rathaus Fürth 1840-1844 Eduard Bürklein Ein örtlich prominentes Beispiel des Rundbogenstils ist das Fürther Rathaus. Das repräsentative Bauwerk entstand von 1840-44 nach Plänen des Klenze-Schülers Eduard Bürklein, dessen bekannterer Bruder Friedrich die Münchener Maximilianstraße entwarf. Der Bauteil mit dem Turm, der dem Palazzo Vecchio des zu seiner Bauzeit im 14. Jahrhundert mächtigen Stadtstaates Florenz nachgeahmt ist, wurde 1845-50 errichtet, eine Erweiterung erfuhr der Komplex 1901. Das Fürther Rathaus folgt dem Typus des italienischen Renaissance-Palastes. Fürth erhielt durch diese Baumaßnahme, die im Zuge der Industrialisierung durchgeführt wurde, städtischen Charakter. Durch die Stilwahl könnte man fast sagen, hier habe ein Stück königliches […] - [Dreieinigkeitskirche](https://baukunst-nuernberg.de/dreieinigkeitskirche/): Dreieinigkeitskirche Glockendonstraße 15  ▶ Karte im BayernAtlas 1900-1901 Emil Edler von Mecenseffy Die Dreieinigkeitskirche ist ein typischer neugotischer Kirchenbau. Der Kirchenraum wird von einem Hauptschiff mit polygonalem Chor und einem nördlichen Seitenschiff gebildet. An dessen Ende ist der Kirchturm mit hohem, achteckigen Spitzhelm angefügt. Des weiteren gibt es mehrere passend gestaltete, polygonale Anbauten und Türmchen sowie zahlreiche gotisierende Baudetails, Maßwerk und Bauplastik. Formen und Materialien nehmen auf die altstädtischen Vorbilder Bezug. Der Bau wirkt auch mehr als ein Jahrhundert nach seiner Erbauung wie eine perfekte, „echte“ gotische Kirche. Aber gerade daran ist die Neugotik erkennbar: wie bei anderen historistischen Gebäuden […] - [Deutscher Kaiser](https://baukunst-nuernberg.de/deutscher-kaiser/): Hotel Deutscher Kaiser Königstraße 55  ▶ Karte im BayernAtlas 1888/89 Konradin Walther Auf die Urheberschaft Konradin Walthers geht das Gebäude des 1888/89 errichteten Hauses „Hotel Deutscher Kaiser“ in der Königstr. 55 zurück.1 Es handelt sich um eines der Hauptwerke des sogenannten „Nürnberger Stils“. Diese Strömung im Nürnberg des ausgehenden 19. Jahrhunderts resultierte aus dem Bedürfnis, zeitgemäß zu repräsentieren, aber gleichzeitig durch die Nürnberger Bautradition legitimiert zu sein.2 Stimmungsvolle Eingangshalle im Stil der Nürnberger Renaissance um 1600 Höhepunkt des „Nürnberger Stils“: das Hotel Deutscher Kaiser Der Architekt beschränkte sich auf die Gotik und die Nürnberger Renaissance um 1600 als Stilquelle. Walther […] - [Antoniuskirche](https://baukunst-nuernberg.de/antoniuskirche/): Antoniuskirche Adam-Klein-Straße 45 1909-1910 Joseph Schmitz Als lokaler Vertreter des Rundbogenstils kann als Beispiel die Kirche St. Antonius dienen. Das Bauwerk in der Gostenhofer Adam-Klein-Straße wurde 1909-10 nach Plänen von Joseph Schmitz in der Form einer neuromanischen dreischiffigen Basilika errichtet. Der Kirchturm besitzt ein Pyramidendach, wie es typisch für die Romanik ist. Seine Rundbogengalerien erinnern an italienische Kirchen wie St. Zeno in Verona. Dem Straßenraster der neuangelegten Stadt angepaßt, ist die Kirche nicht geostet, sondern in etwa nach Süden ausgerichtet. Das Eingangsportal ist in Jugendstil-Manier ausgeführt: besonders auffällig sind die beiden Kapitelle in Form eines Baumes – einem christlichen Symbol. […] - [Allgemeines Historismus](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-historismus/): 1820-1910 Die Epoche des Historismus wird wegen ihres oft kritisierten Stilgemisches und dem scheinbaren Unvermögen, etwas Eigenständiges zu schaffen, häufig wenig beachtet. Gerade aus dieser von architekturtheoretischen Problemen geprägten Zeit stammen jedoch zahlreiche Baumaßnahmen in der Altstadt sowie wesentliche Teile der sich um den historischen Kern gebildeten neuen Stadtteile. Der Begriff Historismus steht dabei für den gezielten Rückgriff auf die Architekturformen der Vergangenheit. Die Arndtsträße in Johannis gibt einen guten Eindruck von der gründerzeitlichen Stadterweiterung Spätklassizismus in der Königstraße Der Historismus entwickelte sich seit dem Klassizismus mit der Wiederaufnahme der griechischen Architektur. Der Bauherr konnte zur Zeit des Höhepunktes des […] - [Weiteres Klassizismus](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-klassizismus/): Weitere Bauwerke aus der klassizistischen Epoche Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Günthersbühler Straße 25 Denkmalliste: Tagelöhnerhaus, erdgeschossiger Sandsteinbau, 1. Hälfte 19. Jh…. Erlenstegenstr. 93 Denkmalliste: Wohnhaus, erdgeschossig mit Zwerchhaus, Stichbogenfenster, mittleres 19. Jh. Kleestr. 16 Denkmalliste: Forstamt Süd, zweigeschossiger massiver Walmdachbau, Mitte 19. Jh. Drahtzieherstr. 2 Denkmalliste: Erdgeschossiges Wohnstallhaus, Sandstein, bez. 1855; Schweinestall, Sandstein, Mitte 19.Jh. Drahtzieherstr. 2 Denkmalliste: Erdgeschossiges Wohnstallhaus, Sandstein, bez. 1855; Schweinestall, Sandstein, Mitte 19.Jh. Fritz-Weidner-Str. 2 Denkmalliste: Hofanlage; eingeschossiges Sandsteinhaus, […] - [Tucherpalais](https://baukunst-nuernberg.de/tucherpalais/): Ehemaliges Adelspalais am Egidienplatz 1720 und 1828/29 Egidienplatz 7 Von dem 1720 erbauten Tucherpalais am Egidienplatz ist nach den Kriegszerstörungen nur noch die Partie um das klassizistische Portal von 1828/29 vorhanden. - [Irrhain Klassizismus](https://baukunst-nuernberg.de/irrhain-klassizismus/) - [Grundherrenschloss](https://baukunst-nuernberg.de/grundherrenschloss/): Grundherrenschloss 1760 Glockenhofstraße 47 Dem Grundherrenschloß im Stadtteil St. Peter kommt unter den Nürnberger Schlößchen eine Ausnahmestellung zu. Handelt es sich nicht um ein barockes Bauwerk? Die Entstehungszeit spricht dafür. Auch entspricht die Auslegung grundsätzlich barockzeitlichen Entwürfen. Allerdings fallen auch Details auf, die auf den Klassizismus hindeuten. Es fehlt die barocke Bewegtheit, an deren Stelle den Betrachter hier eine kühle Strenge empfängt. Der Fassade fehlt die Plastizität, auch sind die jeweils gegenüberliegenden Seiten des Hauses in gleicher Weise gestaltet. Das ehemalige Grundherrenschloß ist heute von dichter Wohnbebauung umschlossen Frontispiz mit Wappentier Der Mittelrisalit wird von einem antikisierenden Giebel, Frontispiz genannt, […] - [Elisabethkirche](https://baukunst-nuernberg.de/elisabethkirche/): St. Elisabethkirche Jakobsplatz 7 (ehem. Ludwigstraße 34a)  ▶ Karte im BayernAtlas 1784-1805 und 1902/03 Peter Anton von Verschaffelt, Wilhelm Ferdinand Lipper, Franz Brochier Die katholische St. Elisabethkirche hat eine fast 120-jährige Baugeschichte. Begonnen nach klassizistischem Entwurf noch vor der französischen Revolution, vollendete sie Franz Brochier erst nach 1900 zu Zeiten des Jugendstils. Einen ungewöhnlichen Akzent setzt der Bau im Nürnberger Stadtbild durch seine große Kuppel und den Maßstab des Komplexes. Während anderswo kein Bedarf oder kein Geld für neue Kirchen vorhanden war, investierte der Deutsche Orden hier noch in ein solch großes Bauwerk. Die Elisabethkirche sollte einen kleineren Altbau ersetzen. […] - [Apollotempel](https://baukunst-nuernberg.de/apollotempel/): Gartenpavillion „Apollotempel“ Um 1820/1830 Äußere Cramer-Klett-Straße 12 Der Apollotempel, der heute ein Marionettentheater beherbergt, steht im Cramer-Klett-Park, der sich zwischen der Sebalder Altstadt und der Vorstadt Wöhrd erstreckt. Hier lagen einst die „Gärten bei Wöhrd“. Wie kaum ein anderes Bauwerk in Nürnberg dokumentiert der Apollotempel die Ideen des Klassizismus. Kleine Tempel wie dieser entstanden häufig in Englischen Gärten, die in ihrer unregelmäßig-natürlichen Art im Gegensatz zu den italienischen und französischen regelmäßen Barockgärten standen und diese im Laufe des 18. Jahrhunderts ablösten, ausgehend von England. Die Stilentwicklung ist dabei kulturgeschichtlich parallel zu Aufklärung und Klassik zu betrachten. Zurück zum Apollotempel: schon […] - [Allgemeines Klassizismus](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-klassizismus/): 1760-1830 Klassizismus wird eine Strömung genannt, die in der Baukunst eine Rückbesinnung auf die antiken Bauten der griechischen und römischen Künstler mit sich brachte. Die Bedeutung des Klassizismus liegt aber nicht alleine im Wiederaufgreifen der klassisch antiken Formensprache, die ja auch in Renaissance und Barock die Baukunst bestimmte. Nach dem durch die Aufklärung verursachten tiefgreifenden Wandel im gesellschaftlichen und politischen Denken stand auch die Architektur zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor Problemen, weil die auch die Kunstentwicklung bestimmende absolutistische Herrschaft weggefallen war. Das gesamte folgende Jahrhundert war durch mehr oder wenig erfolglose Stilsuche gekennzeichnet. Nürnberg im Umbruch Die lokalhistorischen Umstände […] - [ggruendlach](https://baukunst-nuernberg.de/ggruendlach/): Schloss Großgründlach um 1685-1695Johann Trost Großgründlacher Hauptstraße 43/45 Großgründlach, erst seit den 1970er Jahren zu Nürnberg gehörig, ist mit seiner baumbestandenen und historisch bebauten Dorfstraße ein Kleinod. Am Nordende steht als Höhepunkt des Straßenzuges das Ensemble aus Schloss und Kirche. Gleich neben der alten Pfarrkirche St. Laurentius (mit mittelalterlichen Glasfenstern), die wohl aus der Kapelle der ursprünglichen Burg hervorgegangen ist, liegt das Hallerschloss, das in seiner barocken Gestalt Ende des 17. Jh. erbaut wurde. Die zweigeschossige verputzte Vierflügelanlage hat ein mächtiges Mansarddach. Das Gebäude wurde um 1685-95 errichtet, die Urheberschaft geht auf Johann Trost zurück, der auch Nürnbergs wichtigstes Barockbauwerk, […] - [Weiteres Barock](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-barock/): Weitere barockzeitliche Bauwerke Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Weinmarkt 10 Denkmalliste: Portalarchitektur, spätbarock, um 1725. Innstraße 47 Denkmalliste: Ehem. Tucherschloß, erdgeschossiger Restbau mit Innenhof, Teilen der ehem. Kapelle und Tucherwappen, 17. u. 19. Jh., 1956 fragmentarisch wiederaufgebaut. Reichelsdorfer Hauptstr. 162 Denkmalliste: Ehem. markgräflich ansbachisches Wirtshaus, zweigeschossiger Sandsteinbau, Satteldach mit Volutengiebel, Rundbogenportal, bez. 1680. Reichelsdorfer Hauptstr. 162 Denkmalliste: Ehem. markgräflich ansbachisches Wirtshaus, zweigeschossiger Sandsteinbau, Satteldach mit Volutengiebel, Rundbogenportal, bez. 1680. Schalkhaußerstr. 24/26 Denkmalliste: Waldstromer Schlößchen, […] - [Serz](https://baukunst-nuernberg.de/serz/) - [Museumsbruecke](https://baukunst-nuernberg.de/museumsbruecke/): Museumsbrücke 1700 Die aus dem Jahr 1700 stammende Museumsbrücke wurde nach dem  2. Weltkrieg in „autogerechter“ Breite neu erbaut und dient jetzt als wichtige Verbindung für Fußgänger zwischen den Altstadtteilen. Bauzeitlich sind nur noch die beiden Denkmalsaufbauten  mit  Inschrifttafeln aus Bronze. Die theatralisch geschwungene Form und die räumliche Bewegung im plastischen Aufbau sind typisch für die Epoche. Der ursprüngliche Charakter ist durch die Modifikation nur noch  flußseitig nachvollziehbar, am ehesten von der Fleischbrücke aus. Der Name der Brücke stammt vom ehemals benachbarten, kriegszerstörten Haus der Gesellschaft Museum. Museumsbrücke Westlicher Aufbau Östlicher Aufbau - [Karlsbruecke](https://baukunst-nuernberg.de/karlsbruecke/) - [Hoermann](https://baukunst-nuernberg.de/hoermann/) - [Hesperidengarten Pirckheimer](https://baukunst-nuernberg.de/hesperidengarten-pirckheimer/) - [Hesperidengarten Johannis 41-47](https://baukunst-nuernberg.de/hesperidengarten-johannis-41-47/): Hesperidengarten-Komplex Johannisstr. 41-47  ▶ Karte im BayernAtlas 17./18. Jh. Der größte Gartenkomplex wurde in der Johannisstraße 41-47 mit zahlreichen Details wiederhergestellt, so zum Beispiel einer Sonnenuhr aus Buchsbaum. Die zu den Gärten gehörigen Gebäude sind von bescheidenen Ausmaßen. Meist handelte es sich um zweistöckige Putzbauten, teils mit Fachwerkobergeschossen. Die Hesperidengärten gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einer der enthusiastischsten „barocken“ Garten-Fans war der Nürnberger Kaufmann Volckamer, der sogar ein Buch über sein grünes Reich im heutigen Gostenhof herausgab. Würde es heute noch bestehen, wäre es sicher einer der interessantesten Hesperidengärten. Alleine der ehemals darin aufgestellte Obelisk kann heute noch […] - [Hesperidengarten Johannis 19](https://baukunst-nuernberg.de/hesperidengarten-johannis-19/): Anwesen mit Hesperidengärten Johannisstr. 19  ▶ Karte im BayernAtlas Um 1700 Interessant ist das Bauwerk Johannisstr. 19. Es erhielt nach seiner Erbauung auf das erste Obergeschoss einen kleinen Festsaal aufgesetzt, den Donato Polli mit Stuck verzierte. Der später unter anderem als Zinnfigurenfabrik genutzte Komplex kann gartenseitig über eine zweiläufige geschwungene Freitreppe erreicht werden. Das ehemalige Gartenanwesen Johannisstraße 19 wurde in den 1990er Jahren renoviert WWW-Verweise und Literaturhinweise: SCHWEMMER, Wilhelm: Aus der Geschichte des Gartenanwesens Johannisstraße 19. In: MVGN 68 (1981), S. 279 ff. - [Herrensitz Hoefles](https://baukunst-nuernberg.de/herrensitz-hoefles/) - [Gymnasium](https://baukunst-nuernberg.de/gymnasium/) - [Erlangen Kirchen](https://baukunst-nuernberg.de/erlangen-kirchen/): Barocke Kirchenbauten in Erlangen Hugenottenkirche Durch das Nebeineinander von Hugenotten und einheimischer Bevökerung hat sich in Erlangen die Notwendigkeit mehrerer größerer Kirchenbauten ergeben. Interessantester Kirchenbau Erlangens ist die evangelisch-reformierte Pfarrkirche am Hugenottenplatz. Bis 1920 beherbergte sie die französisch-reformierte Gemeinde. Deswegen wird sie auch „Hugenottenkirche“ genannt. Das Gebäude ließ der Markgraf für die Einwanderer 1686-1693 wohl von Johann Moritz Richter erbauen. Es war das erste Gebäude in der Erlanger Neustadt. Zunächst hatte es keinen Turm, sondern einen Mittelrisalit mit vier Pilastern, wodurch sich zusammen mit der querrechteckigen Auslegung des Saales ein tempelartiger Eindruck ergab – die Hugenotten nannten die Kirche auch […] - [Egidienkirche Barock](https://baukunst-nuernberg.de/egidienkirche-barock/): Egidienkirche Egidienplatz 12  ▶ Karte im BayernAtlas 1711-1718 Gottlieb Trost Johann Ludwig Trost Die barocke Egidienkirche nimmt in Nürnberg eine Sonderstellung ein. Hier die Westfassade. Als Ersatz für die 1696 abgebrannte mittelalterliche Kirche des Schottenklosters wurde die Egidien-Kirche ab 1711 nach Entwürfen von Gottlieb Trost und dessen Sohn Johann Ludwig Trost auf altem Grundriss erbaut und 1718 eingeweiht. Am strengen Verlauf der Außenmauern kann man die Gebundenheit an den romanischen Vorgängerbau nachvollziehen. Auch der gotische Chor wurde durch Änderung der Fensteröffnungen und im Inneren barockisiert. Mag der Bau dem Betrachter für eine Barockkirche vergleichsweise streng erscheinen, so kann man ihr […] - [Egidienkirche](https://baukunst-nuernberg.de/egidienkirche/) - [Brettergarten](https://baukunst-nuernberg.de/brettergarten/): Herrensitz „Brettergarten“ Brettergartenstraße 70  ▶ Karte im BayernAtlas 1731/1732 Auch in der Barockzeit entstanden vor den Toren der Stadt Herrensitze, die jedoch in ihrer Erscheinung vom Typ der früher entstandenen Nürnberger Herrensitzen abweichen. Der „Brettergarten“,  1731/32 von der Familie Dannreuther erbaut, ist einer von drei barocken Herrenhäusern in Schniegling. War den Schlösschen zur Renaissancezeit noch die burghaft-turmartige Herkunft anzumerken, so ist nun die horizontale Proportionierung deutlich, die das Palasthafte in kleiner Form nachzuempfinden versucht. - [Allgemeines Barock](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-barock/): 1650-1800 Italien, um 1650: der Barockstil steht in voller Blüte. Ein anderes Bild zeigt sich in Deutschland.Vom 30-jährigen Krieg gezeichnet, beginnt das kulturelle Leben langsam wieder aufzublühen. Der Barockstil beginnt erst, sich durchzusetzen. Aus der Renaissance entwickelt, nutzt auch er die klassisch-antike Formensprache und deren Ornamentik zu seinem individuellen Ausdruck. Den Barock kennzeichnet eine starke Dynamik, die alle Aspekte der Architektur durchzieht. Charakteristisch ist auch die Beschäftigung mit dem Licht, das zur Erreichung dramatischer Effekte eingesetzt wird. Gleichzeitig wird die renaissancehafte Ausgewogenheit zu Gunsten einer hierarchischen Ordnung aufgegeben; sichtbar wird dies etwa in Fassaden mit mehr und weniger betonten Partien. […] - [Barock Erlangen Allgemeines](https://baukunst-nuernberg.de/barock-erlangen-allgemeines/): Barockes Erlangen Obgleich bereits 1002 erstmals erwähnt, gewann Erlangen erst 1686 durch Gründung der Neustadt durch Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Kulmbach seine heutige architektonische Bedeutung. Hintergrund war die Ansiedlung von Hugenotten, protestantischen Flüchtlingen aus Frankreich, die hier Asyl fanden. Ideale Stadtanlage am Beispiel Erlangens Die Stadtanlage der Erlanger Neustadt veranschaulicht greifbar die Ideen barocker Stadtplanung. Auffallend an der Neustadt ist die streng geometrische, planmäße Anlage mit ihren rechtwinklig angelegten Straßenzügen. Vergleichbare Grundrisse haben zum Beispiel Karlshafen in Nordhessen (mit ähnlichem zweistöckigem Haustyp) und Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main. Weitere Beispiele für barocke Planstädte mit rechtwinkligem Straßenmuster sind Ludwigshafen und Hanau. […] - [Zeughaus](https://baukunst-nuernberg.de/zeughaus/): Ehem. Zeugmeisterhaus („Zeughaus“) Pfannenschmiedsgasse 24  ▶ Karte im BayernAtlas 1588 Hans Dietmair Das heutige als „Ehemaliges Zeughaus“ bekannte Gebäude ist nur ein winziger Rest der Gesamtanlage der einstigen reichsstädtischen Zeughäuser.1 Sie dienten als Aufbewahrungsort des umfangreichen Waffenarsenals der Stadt Nürnberg.2 Bei dem noch bestehenden Bauteil handelt es sich um den früheren Torbau, in dessen ersten Obergeschoß sich in früheren Zeiten die Wohnung des Zeugmeisters befand.3 Diese Funktionen erklären auch die besonders represäntative Gestaltung des Gebäudes, denn bis auf ein reizvolles, früher oft fotografiertes Treppentürmchen und ein Portal waren die eigentlichen Lagergebäude schmucklos und zweckmäßig. So ist das zweigeschossige, kompakte Torgebäude […] - [Zeltnerschloss](https://baukunst-nuernberg.de/zeltnerschloss/): Herrensitz Gleißhammer („Zeltnerschloß“) Gleißhammerstraße 2/4/6 2. H. 16. Jh. Malerisch gelegen auf einer Insel in einem Weiher liegt der Herrensitz Gleisshammer, auch „Zeltnerschloß“ genannt. Man überquert eine Brücke und erreicht den Hof des Anwesens durch einen eingeschossigen Torbau mit Dachreiter von 1795. Die flankierenden Befestigungsanlagen wirken heute mehr malerisch denn wehrhaft. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss erweitert und umgestaltet. - [Weiteres Renaissance](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-renaissance/): Weitere Bauwerke aus der Renaissancezeit Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Ecke Obere Krämersgasse / Untere Schmiedgasse (Untere Schmiedgasse 6) Denkmalliste: Eckhaus, Fachwerk, im Kern 16. Jh., Mansarde 18. Jh. Kleinweidenmühle 7 Denkmalliste: Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoß, polygonaler Treppenturm, 2. Hälfte 16. Jh. Zum Ensemble: Die Weidenmühle, 1234 erstmals genannt, kam 1431 in den Besitz der Stadt Nürnberg. In den ersten Jahrezehnten des 19. Jh. gehörte die Weidenmühle zu den Steuerdistrikten Gostenhof und Sündersbühl, die 1818 […] - [Weigelshof](https://baukunst-nuernberg.de/weigelshof/): Schlößchen Weigelshof Oedenberger Straße 52/54  ▶ Karte im BayernAtlas 1568 Das Schlößchen Weigelshof ist ein typischer Nürnberger Herrensitz, der auch als landwirtschaftliches Gut geführt wurde.1 Nach der Zerstörung im 2. Markgrafenkrieg 1552 ließ der Patrizier Karl Pfinzing das Anwesen 1568 wieder aufbauen.2 Wie bei vielen der Nürnberger Herrensitze handelt es sich um einen dreigeschossigen Sandsteinquaderbau mit Satteldach. Ein Umbau des Schlößchens erfolgte 1591. Im Zuge der Restaurierung im neugotischen Stil unter Karl Alexander von Heideloff3 erhielt unter anderem wohl auch der runde Turm seine heutige Form mit dem auffälligen Zinnenkranz.4 Am Eingang findet sich das 1880 angebrachte Wappen des Hopfenhändlers […] - [Tucherschloss](https://baukunst-nuernberg.de/tucherschloss/): Tucher’sches Gartenanwesen Hirschelgasse 9/11 1533-1544 Paulus Beheim und Peter Flötner Das sogenannte „Tucherschloss“ der Frührenaissance ist ein ehemals patrizisches Gartenanwesen in der Altstadt. An der Hirschelgasse gelegen, verfügt es über einen Garten mit barockem Brunnen. Der Erker weist zur Straße. Die Urheberschaft ist nicht abschließend geklärt. Im Garten steht ein neues Gebäude. Es enthält die Innenausstattung des kriegszerstörten Hirsvogelsaals, der früher in der Nähe stand – ein Festsaal der Renaissancezeit, mit Deckengemälde von Georg Pencz. WWW-Verweise und Literaturhinweise BÖNING-WEIS, Susanne: Der Hirsvogelsaal in Nürnberg. Geschichte und Wiederherstellung. Arbeitshefte des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege Nr. 113, München 2004 WIESNER, Nina C.: […] - [Tortuerme](https://baukunst-nuernberg.de/tortuerme/): Ummantelung der Tortürme 1556 Georg Unger Vier wichtige Tortürme der letzten Stadtbefestigung wurden durch Stadtwerkmeister Georg Unger im 16. Jahrhundert mit massiven Mauermänteln versehen, um den weiter entwickelten Artilleriewaffen trotzen zu können. Mit Erfolg: die Stadt wurde, so lange sie verteidigt wurde, niemals eingenommen. Zudem wurden durch die Vergrößerung Plattformen zur Aufstellung der eigenen Kanonen gewonnen. Frauentorturm (blaues Q), 1558 verstärkt. Laufertorturm (schwarzes M)um 1377 erbaut, ummantelt 1556 Unger nahm sich offenbar die Rundtürme des Mailänder Castello Sforzesco zum Vorbild, die Bartolomeo Gadio um 1450 errichtet hatte (vgl. www.milanocastello.it). Dies geht aus einer Druckschrift des Walter Ryvius von 1548 hervor. […] - [Sinwellturm](https://baukunst-nuernberg.de/sinwellturm/): Umbau des Sinwellturms Mitte 16. Jh. Hans Löhner? Burg 11 Im 16. Jahrhundert wurden die Obergeschosse des zur Kaiserburg gehörigen Bergfrieds, des Sinwellturms, umgebaut, im Ergebnis passend zu den dicken Tortürmen. Bemerkenswert ist die zweistöckige Ausführung des Oberteils mit der charakteristischen Türmerstube. Der Sinwellturm von der Burgstraße aus, unterhalb der Burgfelsen aus Sandstein Beim Wiederaufbau der Festung Lichtenau bei Ansbach, damals Nürnberger Territorium, wurde der einprägsame Sinwellturm als Markenzeichen der Reichsstadt formal nachgeahmt. Der Burghof mit dem Sinwellturm aus westlicher Richtung Abendstimmung mit Turm Foto: Heinz Metzner Sinwellturm, von Osten gesehen Foto: Heinz Metzner Der Sinwellturm ist der charakteristischste Burgturm […] - [Schwedenhaus](https://baukunst-nuernberg.de/schwedenhaus/): Schwedenhäuser Großreuther Str. 98  ▶ Karte im BayernAtlas Reutleser Str. 80  ▶ Karte im BayernAtlas 16./17. Jh. Noch in der Renaissancezeit, jedoch auf Basis einer wesentlich älteren Bauform1, entstanden in den Dörfern um Nürnberg Bauernhäuser mit tief heruntergezogenen, mächtigen Mantel- bzw. Walmdächern. Albrecht Dürers realistische Ansicht von Kalchreuth zeigt, daß um 1500 die Dörfer von solchen Bauten geprägt waren.2 Die Schwedenhäuser sind daher für die lokale Architekturgeschichte von hoher Bedeutung. Die Besonderheit dieser Bauten besteht darin, daß der Dachstuhl nicht auf den Außenwänden ruht (liegt), sondern die Sparren auf einer mächtigen innenliegenden Ständerkonstruktion stehen, deren unterer Teil etwa doppelt so […] - [Schuebelsberg](https://baukunst-nuernberg.de/schuebelsberg/): Schlößchen Schübelsberg Bismarckstraße 36 1602 Das Schlößchen Schübelsberg ist ein typischer patrizischer Herrensitz, wie er in und um Nürnberg zwischen 1550 und 1600, meist nach Zerstörung im 2. Markgrafenkrieg, wieder aufgebaut wurde. Der Form nach handelt es sich bei den Herrensitzen im wesentlichen um große Häuser, der Schmuck ist auf wenige Stellen reduziert, wie Portal- und Fensterrahmen sowie die Ausstattung. - [Schoppershof](https://baukunst-nuernberg.de/schoppershof/): Herrensitz Schoppershof Elbinger Straße 20/22b 1591 Der Herrensitz Schoppershof, 1591 erbaut, verkörpert authentisch den Typus der Nürnberger Herrensitze der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Charakteristisch wirkt der dreistöckige Sandsteinquaderbau besonders durch die vier spitzhelmbekrönten Erker. - [Rathaus](https://baukunst-nuernberg.de/rathaus/): Rathaus: Wolff’scher Bau Rathausplatz 2  ▶ Karte im BayernAtlas 1616-1622 Jakob Wolff d. J. Nach den stark durch das Nachleben der Gotik geprägten Neubauten des 16. Jahrhunderts ist der Wolff’sche Bau des Rathauses das erste große Gebäude in Nürnberg in einem klassisch-italienischen Renaissancestil. Das Gebäude ist breit gelagert, seine Fassade wird nicht durch Risalite gegliedert, wie es später im Barock wohl möglich gewesen wäre. Dafür akzentuieren drei pavillonartige Erkerbauten mit Laternen und Helmen das Gebäude, das mit seinen Ausmaßen die Maßstäbe der mittelalterlichen Stadt sprengt. Am nördlichen der drei Eingangsportale ist das große Nürnberger Stadtwappen angebracht. Die anderen Portale tragen […] - [Lichtenhof](https://baukunst-nuernberg.de/lichtenhof/): Schlößchen Lichtenhof Wirthstraße 76 1577 Patrizierschlösschen im Stil der „Nürnberger Herrensitze“. - [Herrensitze Renaissance](https://baukunst-nuernberg.de/herrensitze-renaissance/) - [Herrenschiesshaus](https://baukunst-nuernberg.de/herrenschiesshaus/): Herrenschießhaus Am Sand 8 1582-1583 Hans Dietmair Das ehemalige Herrenschießhaus wurde 1582/83. Typische Renaissancemerkmale sind die horizontale Gliederung ohne hervorspringende Gebäudeteile, das Rundbogenportal mit Dreiecksgiebel  und Pilasterordnung, sowie der Volutengiebel. Bemerkenswert ist  auch der authentische, mit Maßwerk verzierte Erker mit Spitzhelm, der keine Zutat aus der Zeit des Nürnberger Stils ist, sondern sein Vorbild. Die Kellergewölbe des Herrenschießhauses öffnen sich zum Graben der vorletzten Stadtbefestigung an der Grübelstraße - [Fleischhaus](https://baukunst-nuernberg.de/fleischhaus/): Ehemaliges Fleischhaus mit Renaissance-Portal Hauptmarkt 1 1599 Vom ehemaligen Fleischhaus (im Hintergrund) ist noch dieses Portal mit Stier erhalten (1599), der der eingemeißelten Legende nach, da aus Stein, nie ein Kalb war. Es handelt sich um römisch-klassische Portalarchitektur. Flussseitig sieht man einen aufwendig verzierten Halbgiebel, dessen Formen an die Fassade des Fembohauses erinnern. Fleischhaus vor dem Umbau (2004) An der Ostseite des Fleischhauses sind im Erdgeschoss noch originale Wandteile mit Rundbogenfenstern erhalten. Einige Meter weiter findet man einen Brunnen von Hans Werner aus dem Jahr 1600, der in manieristischer Weise reich dekoriert ist. Ein klassischer Nürnberg-Blick von der Fleischbrücke mit […] - [Fleischbruecke](https://baukunst-nuernberg.de/fleischbruecke/) - [Fembohaus](https://baukunst-nuernberg.de/fembohaus/): Fembohaus 1591-1596 Jakob Wolff d. Ä. Burgstraße 15 Das Fembohaus in der Burgstraße ist heute das wichtigste und einzig unzerstörte Beispiel für ein großes Nürnberger Patrizierhaus der Renaissance. Heute beherbergt es das Altstadtmuseum. Seine Räume sind prunkvoll ausgestattet; neben Holzvertäfelungen und üppigen Stuckdecken ist das sogenannte schöne Zimmer aus dem kriegszerstörten Pellerhaus eingebaut. Zu der historischen Bedeutung tritt die architektonische: das Haus liegt städtebaulich besonders geschickt situiert an der Burgstraße. Die Bauvorschriften in Nürnberg zwangen zu traufseitigem Bauen. Daher waren in der Regel repräsentative Giebelfassaden nicht möglich. Gerade diese Not machte aber erfinderisch. Ab dem Fembohaus bergaufwärts springt die Baulinie […] - [Burgbastion](https://baukunst-nuernberg.de/burgbastion/) - [Burgbastei](https://baukunst-nuernberg.de/burgbastei/) - [Baumeisterhaus](https://baukunst-nuernberg.de/baumeisterhaus/): Baumeisterhaus Bauhof 9  ▶ Karte im BayernAtlas 1615 Jakob Wolff d. J. Das Baumeisterhaus „auf der Peunt“ wurde kurz vor dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges von Jakob Wolff dem Jüngeren erbaut. Bemerkenswert ist, daß es noch heute dem ursprünglichen Zweck dient. Als Amtsgebäude des Stadtbaumeisters zeigt es architektonische Qualität und Stil. Das rustizierte Eingangsportal mit der toskanischen Säulenordnung und dem kleinen Stadtwappen im gesprengten Giebel liegt nicht genau in der Mittelachse der Fassade. Im Erdgeschoß befindet sich ein Saal mit einer schweren, um 1680 entstandenen barocken Stuckdecke. Fassade zum Bauhof Die Rückseite des Baumeisterhauses zeigt ellipsenförmige Oculi Das Baumeisterhaus, Dienstsitz […] - [Almoshof](https://baukunst-nuernberg.de/almoshof/): Schloss Almoshof (Holzschuher-Schlößchen) Almoshofer Hauptstraße 51/51a/51b/53 Ende 16. Jh. Das Gebäude ist der ehemalige Herrensitz der Familie Holzschuher. Der angedeutete Ehrenhof weicht von der geschlossenen Idealform der Renaissance ab. - [Allgemeines Renaissance](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-renaissance/): 1550-1650 Der Beginn der Renaissance als Ablösung des Mittelalters ist in Nürnberg auf das zweite Drittel des 16. Jahrhunderts zu datieren. Die Reichsstadt erlebte zur Zeit der  Entdeckung Amerikas, noch der mittelalterlichen Ordnung verhaftet, ihre höchste künstlerische Blüte. Erst nach und nach konnten die Ideen der Wiederentdeckung der klassischen Antike auch in Nürnberg Fuß fassen. Daran waren wiederum vor allem die weitverzweigten Handelsbeziehungen Nürnbergs beteiligt, denn neben reisenden Künstlern brachten Kaufleute aus Italien und anderen europäischen Ländern die Eindrücke der dort bereits errichteten Gebäude mit. Mit den Bauern- und Markgrafenkriegen um 1525 und 1550 war der Wechsel vom gotischen Stil […] - [Allgemeines](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines/) - [Weiteres Gotik](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-gotik/): Weitere Bauwerke aus der gotischen Epoche Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. 13. Jh Burg mit Tiergärtnertorturm Denkmalliste: Tiergärtnertorturm, hoher Sandsteintorturm, nach Mitte 13. Jh., oberer Teil mit Spitzhelm, 1561, beim Tiergärtnertor 4. 14. Jh Jobster Kirche, Äußere Sulzbacher Str. 140a Denkmalliste: Evang.-Luth. Pfarrkirche St. Jobst, gotischer gewölbter Chor, flachgedecktes Langhaus, um 1350, erneuert 1947/49; mit Ausstattung. Nr. 138: Friedhof um die Kirche St. Jobst; ehem. Schulhaus, zweigeschossiger Walmdachbau, um 1600; Leichenhaus im Kirchhof; Grabsteine. […] - [Weinstadel](https://baukunst-nuernberg.de/weinstadel/): Weinstadel Maxplatz 8  ▶ Karte im BayernAtlas 1446-1448 unbekannter Architekt Der Weinstadel, ein Fachwerkbau von enormer Größe, entstand ursprüglich als Krankenhaus, ehe man ihn ab 1528 in namensgebender Weise als Lager für den Rebensaft nutzte. Das Gebäude ist nicht nur als solches eine sehr bemerkenswerte Konstruktion, sondern an ihm und seiner baulichen Umgebung läßt sich die Anwendung baukünstlerischer Proportionslehren ablesen, wie Karl Ziegler (s. u.) nachgewiesen hat. Die flußseitige Ansicht des Weinstadels ziert zahllose Nürnberg-Postkarten WWW-Verweise und Literaturhinweise: ZIEGLER, Karl R.: Platz- und Baugestaltung der Weinstadelgruppe. In: MVGN 64 (1977), S. 86 ff. Seitenanfang - [Wehrkirche](https://baukunst-nuernberg.de/wehrkirche/): Wehrkirche St. Georg in Kraftshof Kraftshofer Hauptstraße 170  ▶ Karte im BayernAtlas vor 1315 Die Wehrkirche St. Georg in Kraftshof, deren Weihe 1315 angenommen wird1, zeigt beispielhaft den Typ einer mittelalterlichen fränkischen Kirchenburg.2 Der um die Kirche liegende Friedhof wird von einer mit Wehrgang versehenen Mauer umgeben, hinter der sich die Bewohner der zur Pfarrei gehörenden Dörfer bei Angriffen zurückziehen konnten. Dieser Turm der Wehranlage hat noch seine jahrhundertealte Ziegeldeckung Der gotische Kirchturm der Dorfkirche Innenseite des Wehrganges, nordwestliche Ecke Fernansicht der Anlage über die Felder.Foto: Heinz Metzner Das heutige Aussehen erhielt die Anlage ab 1503; fertiggestellt wurde die Wehranlage […] - [Unschlitthaus](https://baukunst-nuernberg.de/unschlitthaus/): Unschlitthaus Unschlittplatz 7a  ▶ Karte im BayernAtlas 1490-1491 Hans Beheim d. Ä. Das mächtige Unschlitthaus war ein öffentliches Amtsgebäude. Massive Sandsteinkonstruktion, aufwendiges gotisches Portal, durchbrochener gotischer Treppengiebel kennzeichnen den Bau stilistisch. Bautechnisch interessant ist, dass das Unschlitthaus in den alten Stadtgraben hineingesetzt wurde und die Konstruktion dabei die östliche Grabenmauer einbezogen hat. Die eindrucksvolle Nordfassade Wenigstens der südliche Teil des mächtigen viergeschossigen Dachstuhls überstand den Bombenhagel des 2. Januar 1945 und ist noch original erhalten. Das Unschlitthaus markiert die Stelle, an der die vorletzte Stadtbefestigung an die Pegnitz stieß - [Stadtbefestigung](https://baukunst-nuernberg.de/stadtbefestigung/): Vorletzte Stadtbefestigung 13. Jh. Die „vorletzte Stadtumwallung“ ist die  ältere der  beiden heute feststellbaren Stadtmauern. Über den Verlauf einer früheren Befestigung, beispielsweise entlang der Tetzelgasse1, wurde schon viel gemutmaßt, jedoch haben sich alle Vermutungen bislang nicht erhärtet. Plausibel erscheint auf Grund des Straßenverlaufs eine frühere, hölzerne Befestigung im Bereich zwischen dem heutigen Tiergärtnertorplatz und dem Weinmarkt. Die vorletzte Stadtumfriedung bestand aus getrennten Mauerringen um die Sebalder und die Lorenzer Altstadt, bevor die Verbindung über die Pegnitz hinweg erfolgte. Am Stadtgrundriss ist der Verlauf der ehemaligen Mauern noch ablesbar. Aber nur noch an wenigen Stellen ist die ältere Stadtbefestigung sichtbar erhalten. […] - [Sieben Zeilen](https://baukunst-nuernberg.de/sieben-zeilen/): Sieben Zeilen Webersplatz  ▶ Karte im BayernAtlas 1489 Die „Sieben Zeilen“ am Webersplatz wurden für Weber errichtet, die aus Augsburg ausgewandert waren. Es handelt sich streng genommen um einen Vorläufer der Arbeitersiedlungen. Heute ist keine der Sieben Zeilen mehr im Original erhalten. Bis 1973 war das anders; in diesem Jahr, noch vor dem Inkrafttreten des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes, genehmigten die Behörden den Abriß der letzten original erhaltenen Fachwerkzeile. Dies führte letztlich zur Gründung der „Altstadtfreunde“ durch Erich Mulzer. Der am historischen Vorbild orientierte Neubau kann angesichts des Verlustes nur ein schwaches Trostpflaster sein. - [Sebaldus gotisch](https://baukunst-nuernberg.de/sebaldus-gotisch/): St. Sebalduskirche (Gotik) 14./15. Jh. In gotischer Zeit war die Sebalduskirche Gegenstand massiver Eingriffe: Seitenschiffe, Hallenchor und vertikal strebende Turmerhöhungen sollten das Bauwerk den Ansprüchen der veränderten Zeiten anpassen. Durch diese Maßnahmen wirken die äußerlich angeglichenen Kirchen St. Sebaldus und St. Lorenz wie Zwillinge, von denen jede die Umgebung durch ihre Größe überragende Kirche den jeweils zugehörigen Teil der Altstadt religiös behütet, insgesamt nur noch von der weltlichen Macht der Burg überragt. Die nadelspitzen Turmhelme von St. Sebald Nördliches Seitenschiff Ansicht des Ostchores von der Theresienstraße Gotischer Wasserspeier, Nordseite von St. Sebald Außenbau Ab 1309 wurden die Seitenschiffe der Sebalduskirche […] - [Schuerstabhaus](https://baukunst-nuernberg.de/schuerstabhaus/): Schürstabhaus Albrecht-Dürer-Platz 4  ▶ Karte im BayernAtlas 1482 Eines der mächtigsten Nürnberger Patrizier-Häuser ist das Schürstabhaus. Vis-a-vis der Sebalduskirche und etwas erhöht gelegen, prägt es den Sebalder Platz seit der Zerstörung der direkt davorliegenden gotischen Moritzkapelle. Die Restaurierung des kriegsbeschädigten Gebäudes in den 1990er Jahren und die Umgestaltung des Platzes verwandelten den Komplex in einen besonderen Anziehungspunkt in der Nürnberger Altstadt. Besonders die Wiederherstellung des eindrucksvollen dreigeschossigen Daches trug maßgeblich zur Erweckung des Anwesens aus seinem Dornröschenschlaf bei. Die Sandsteinfassade mit dem typisch nürnbergischen, geschnitzten Dacherker, den ein Spitzhelm ziert, wurde aufwendig restauriert. Hauskapelle des Schürstabhauses. Gut zu sehen ist […] - [Schoener Brunnen](https://baukunst-nuernberg.de/schoener-brunnen/): Schöner Brunnen Hauptmarkt  ▶ Karte im BayernAtlas 1370-1396 Ende des 14. Jahrhunderts ergänzte man den Markt, der durch die Frauenkirche ein prägendes Gesicht bekommen hatte, mit dem aufwendigen und representativen Schönen Brunnen. Obwohl Freiplastiken nicht in diese Seiten einbezogen sind, darf er als Schau-Architektur nicht unerwähnt bleiben. 1899-1903 unter Heinrich Walraff restauriert, erbaute man ihn in heutiger Form 1912 neu nach gotischem verwitterten Original. Die Originalfiguren befinden sich im Germanischen Nationalmuseum. Im Zweiten Weltkrieg war der Schöne Brunnen durch einen Betonmantel geschützt, so dass er die Bombardierung unversehrt überstand. Wenn Christkindlesmarkt ist, stehen die Buden so eng um den Brunnen […] - [Rochusfriedhof](https://baukunst-nuernberg.de/rochusfriedhof/): Rochuskapelle 1520-1521Paulus Beheim Rothenburger Straße 20/24 Mit ihrem spätgotischen Netzgewölbe zeigt die Rochuskapelle auf dem 1518 angelegten Friedhof an der Rothenburger Straße in Gostenhof, dass die Gotik noch Anfang des 16. Jahrhunderts in Nürnberg der „amtliche“ Baustil war. Der Rochusfriedhof ist dem bekannteren Johannisfriedhof sehr ähnlich. Er ist ebenfalls von den liegenden Grabsteinplatten geprägt, die teils mit aufwändigen Bronze-Epitaphien aus dem 16.-18. Jahrhundert versehen sind. Der Rochusfriedhof und der Johannisfriedhof entstanden, weil die Friedhöfe, die in unmittelbarer Nachbarschaft von St. Lorenz und St. Sebald lagen, aufgelassen wurden. Doch noch heute treten bei Aushubarbeiten rings um die beiden großen Altstadtkirchen immer […] - [Rathaussaal](https://baukunst-nuernberg.de/rathaussaal/) - [Neunhof](https://baukunst-nuernberg.de/neunhof/): Herrensitz Neunhof Neunhofer Schloßplatz 1/3 Ende 15./Anfang 16. Jh. Einer der schönsten Herrensitze ist der in Neunhof. Er fehlt demgemäß auch in kaum einem Bildband über das Knoblauchsland. Seine architektonische Besonderheit ist die Kombination aus Lage und Baugestaltung: das Obergeschoss, in leuchtend rotem Fachwerk gehalten, ist durch seitlich aufgesetzte Zwerchhäuser weit über das Knoblauchsland zu sehen. WWW-Verweise und Literaturhinweise FREITAG-STADLER, Renate: Neunhof bei Kraftshof, ein Nürnberger Patriziersitz. Nürnberg 1974. Sonderdruck aus: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 61 (1974), S. 129 ff. SPILLE, Irene: Das Patrizierschloß Neunhof bei Nürnberg. Dependance des Germanischen Nationalmuseums, 3. Auflage, Nürnberg 2001 - [Mauthalle](https://baukunst-nuernberg.de/mauthalle/): Mauthalle 1498-1502 Hans Beheim d. Ä. Hallplatz 2 Wie wichtig die als Kornspeicher errichtete Mauthalle war, zeigt die aufwendig gestaltete Giebelfassade. Das Motiv einer Backsteinlisenengliederung wird phantasievoll variiert. Durch spitzbogige Durchkreuzung verweben sich  die Backsteinreihen zu einem fischblasenartigen Muster. Die Ostfassade der Mauthalle Nach wie vor eindrucksvoll ist der Gewölbekeller, in dem sich Gastronomie niedergelassen hat. Der dekorative Ostgiebel der Mauthalle war total zerstört und wurde wieder rekonstruiert. Die großen Spitzbogenfenster im Erdgeschoß wurden in der Gründerzeit eingebaut. Der Krieg ließ nur die Außenmauern von dem mächtigen Gebäude übrig. Allerdings erfolgte schon bald die Entscheidung für den Wiederaufbau der stadtbildprägenden […] - [Marthakirche](https://baukunst-nuernberg.de/marthakirche/): Kirche St. Martha Königstraße 75  ▶ Karte im BayernAtlas ca. 1350-1400 St. Martha, in der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts erbaut, heute ev.-reformierte Gemeindekirche, ist für ihre besonders alten original erhaltenen Glasfenster bekannt. Hervorgehend aus einem Pilgerspital, fällt sie städtebaulich durch ihre zurückgesetzte Lage in Mitten eines Häuserblocks auf. - [Luginsland](https://baukunst-nuernberg.de/luginsland/): Luginsland 1377 Burg 1 Der Turm Luginsland (links im Bild) wurde von der Reichsstadt Nürnberg erbaut, angeblich, um das Treiben in der verfeindeten Burggrafenburg beobachten zu können. In jedem Fall bot der Turm der Bürgerschaft einen eigenen Beobachtungsposten, um weit ins umliegende Land sehen und heranrückende Feinde früh erkennen zu können. Der Name „Luginsland“ stützt jede dieser Ansichten. Er hat zu diesem Zwecke vier Scharwachttürmchen an seinen vier Ecken. Im System der letzten Stadtbefestigung trägt der Luginsland die alte Bezeichnung Turm schwarzes A. Nach vollständiger Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk in nahezu originaler Form wieder aufgebaut Luginsland, im […] - [Lorenzkirche](https://baukunst-nuernberg.de/lorenzkirche/): Lorenzkirche Lorenzerplatz 1  ▶ Karte im BayernAtlas ab ca. 1260/70-1500 Konrad Heinzelmann, Konrad Roritzer, Jakob Grimm (u. a.) Die Kirche St. Lorenz ist der größte und zugleich bedeutendste Sakralbau in Nürnberg. An Stelle romanischer Vorgängerbauten entstand sie in drei Bauphasen. Wohl ab der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde zunächst eine hochgotische Basilika errichtet. Trotz der in Nürnberg eingeführten Reformation ist die Innenausstattung weitgehend erhalten, da es zu einem Bildersturm wie andernorts nicht kam. Auch gute, originale Glasfenster erheben die Lorenzkirche zu einem „Gesamt-Kunstdenkmal“ von überragender Bedeutung aus. Besonders beachtenswert ist die ab 1353 entstandene hoch aufragende Westfassade mit der […] - [Letzte Stadtbefestigung](https://baukunst-nuernberg.de/letzte-stadtbefestigung/): Letzte Stadtbefestigung 1346-1452 Nürnbergs größtes Denkmal und gleichzeitig eines seiner bedeutendsten ist die Anlage, die die Altstadt seit dem 15. Jahrhundert wie ein Panzer umschließt: die letzte Stadtbefestigung. Die Bedeutung dieses weltkulturerbeverdächtigen Denkmals kann nicht überschätzt werden, denn es gibt kein zweites Bollwerk dieser Art und Größe in Mitteleuropa, dass die Zeiten überdauert hat. Die Zahl und die Verschiedenheit der Bauwerke macht die jüngste Ummauerung der Stadt zu einem Lehrbuch der Befestigungstechnik des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Nur etwa 20 Jahre nach der Verbindung der älteren Mauerringe war die Expansion der Stadt so stark fortgeschritten, dass eine neue Stadtmauer […] - [Klarakirche](https://baukunst-nuernberg.de/klarakirche/): Kirche St. Klara Um 1270 Königstraße 66  ▶ Karte im BayernAtlas Die ehemalige Klosterkirche St. Klara ist frühgotisch. Bei ihrer Erbauung wirkten Handwerker der Sebalder Bauhütte mit, die von der fertiggestellten St. Sebalduskirche frei geworden waren. Die Einflüsse romanischer Baukunst zeigen sich beispielsweise am Westportal des Baus, das mit mehrstufigen Bogenläufen versehen ist. Kirche St. Klara Gewändeportal Vom ehemaligen Klosterkomplex ist noch der „Silberturm“ vorhanden, der mit der Kirche verbunden ist. An das frühere Kloster erinnert heute der Klarissenplatz am Neuen Museum. Westfassade St. Klara Chor und Ostwand des Langhauses Maßwerkfenster am Kapellenanbau „Silberturm“ Die Klarakirche während der Restaurationsarbeiten 2007 - [Katharinenkloster](https://baukunst-nuernberg.de/katharinenkloster/): Ehem. Dominikanerkloster St. Katharina Am Katharinenkloster 3/5  ▶ Karte im BayernAtlas 1297 geweiht Vom Kloster sind noch die Ruine der gotischen Pfeilerbasilika, die Umfassungsmauer und und der ehemalige Kreuzgang erhalten, der heute in die Stadtbibliothek integriert ist. Im Aufbau des Gebetshauses handelt es sich um eine gotische Pfeilerbasilika mit Querhaus im Westen. Die Katharinenkirche ist geschichtsträchtig, weil hier die Nürnberger Meistersinger beheimatet waren. Im 3. Reich waren hier die aus Wien zurückgeholten Reichskleinodien aufbewahrt. Heutiger Anblick der Ruine In der Kirche des Katharinenklosters waren bis 1945 die Reichskleinodien aufbewahrt. Jetzt sind die Originale wieder in Wien. Foto: Bildarchiv Foto Marburg - [Kartaeuserkloster](https://baukunst-nuernberg.de/kartaeuserkloster/): Ehemaliges Kartäuserkloster 1380 gestiftet Kartäusergasse 7 Teile des ehemaligen Kartäuserklosters sind heute der Kern des Germanischen Nationalmuseums (siehe auch Moderne, Nachkriegszeit, Gegenwart). Das Kloster wurde 1380 gestiftet. Von seinen Bauten bestehen noch die einschiffige gewölbte gotische Kirche mit Sakristei, Nord- und Ostflügel des großen Kreuzganges, drei Mönchshäuser sowie Reste des kleinen Kreuzgangs mit Refektorium. Das Selbstverständnis der Kartäuser, die sich der Einsamkeit und dem Schweigen und einfachster Lebensführung verschrieben haben, kommt in der Schlichtheit der Architektur des Betsaals zum Ausdruck. Hans von Aufseß gründete 1852 das Germanische Nationalmuseum, das zunächst im Tiergärtnertorturm beheimatet war. August von Essenwein und Gustav von […] - [Kaiserstallung](https://baukunst-nuernberg.de/kaiserstallung/): Kaiserstallung 1494-1495 Hans Beheim d. Ä. Burg 2 Die Kaiserstallung konnten die Bürger der Reichsstadt zwischen den Fünfeckigen Turm und den bereits seit 1377 stehenden Turm Luginsland setzen, nachdem der Rat 1427 die Ruine der Burggrafenburg erworben hatte. Es handelt sich um einen der spätmittelalterlichen Monumentalbauten der Stadt wie Mauthalle, Unschlitthaus, Weinstadel, Peststadel (zerstört). Den Eingang ziert ein Wappenrelief von Adam Kraft. Nach völliger Zerstörung wurde die Kaiserstallung nach dem zweiten Weltkrieg in alter Form als Jugendgästehaus wiederaufgebaut. Nordseite der Kaiserstallung mit Luginsland und Fünfeckigem Turm Wappenrelief von Adam Kraft am Eingang der Kaiserstallung Blick vom Sinwellturm auf die Kaiserstallung - [Johannisfriedhof](https://baukunst-nuernberg.de/johannisfriedhof/): Johannisfriedhof 1395/um 1518-1520 Johannisstraße 53/55/57 Wohl wirklich kulturgeschichtlichen Weltrang als Begräbnisstätte hat der Nürnberger Johannisfriedhof. Die Darstellung seiner küstlerischen Besonderheiten geht weit über das hinaus, was in diesem Rahmen dargestellt werden kann. Nicht zu vergessen ist die ausgezeichnete Lage des Friedhofs im Kontext mit den nahen Hesperidengärten aus der Barockzeit. Zu erwähnen sind zunächst die beiden augenfälligen Kirchenbauten, die St. Johannis-Kirche und die Holzschuherkapelle. Erstere war jahrhundertelang Pfarrkirche des Stadtteils; der einschiffige schlanke Bau von 1377/1395 ist reich ausgestattet. Eine Besonderheit ist auch die runde Holzschuher-Kapelle (1513-1515), Hans Beheim d. Ä zugeschrieben. Im Inneren befindet sich eine Grablegungsnische von Adam […] - [Jakobskirche](https://baukunst-nuernberg.de/jakobskirche/): Kirche St. Jakob Jakobsplatz 1  ▶ Karte im BayernAtlas 1283-1290 (vermutet) Unbekannter Baumeister Am Standort der Jakobskirche gab es zunächst einen ein Königshof mit einer königlichen Kapelle, die seit 1209 dem Deutschherrnorden (siehe Elisabethkirche) gehörte. Das Chorhaupt mit Maßwerkfenstern Aus späterer Zeit ist die neugotische Renovierung des Gotteshauses durch Heideloff (1824) zu erwähnen. Hiervon hatte ein Dachreiter die verheerenden Kriegszerstörungen überlebt, dessen Konservierung man (angesichts der Ruinenlandschaft?) aber nicht für nötig befand. Möglicherweise lag dies auch an einer damals noch geringerer Wertschätzung der Neugotik und der Bevorzugung der Wiederherstellung eines mutmaßlichen „Ursprungszustandes“. Der Bau ist im Zuge des Wiederaufbaus nur […] - [Heiligkreuzkirche](https://baukunst-nuernberg.de/heiligkreuzkirche/): Heilig-Kreuzkirche 1402 St.-Johannis-Mühlgasse 5 / Johannisstraße 24 Die Ruine der kriegszerstörten Heilig-Kreuzkirche in Johannis erinnert an das Gebetshaus des ehemaligen gleichnamigen Pilgerspitals. Der Chor wurde 1402 geweiht, das Langhaus stammte wohl aus der 2. Hälfte des gleichen Jahrhunderts. In der nahen, modernen Friedenskirche befinden sich gerettete Austtattungsstücke. - [Heilig-Geist-Spital](https://baukunst-nuernberg.de/heilig-geist-spital/): Heilig-Geist-Spital 1332-1339 Spitalgasse 12-14 Eine bürgerliche Stiftung des Konrad Groß ist das Heilig-Geist-Spital. Der den Fluss überspannende Bau wurde jedoch in der 1. H. des 16. Jh. wegen Baumängeln neu errichtet. Der Spitzhelm auf dem Erker mit dem Fachwerkobergeschoß wurde erst im Zuge der im Dritten Reich verordneten Stadtverschönerungsmaßnahmen wieder aufgesetzt. Bedauerlicherweise entschloß man sich nicht zum Wiederaufbau der Kirche, sondern baute den Komplex modern als Wohnheim wieder auf. Selbst der Chor stand noch geraume Zeit nach der Zerstörung. Die expressive Figur „Jesus, der Annehmende“ von Heinz Heiber (1981/82) am Haus des evangelischen Siedlungswerks korrespondiert mit den profanisierten Resten der […] - [Frauenkirche](https://baukunst-nuernberg.de/frauenkirche/): Frauenkirche 1349-1357 Peter Parler (zugeschrieben) Hauptmarkt 14 Die Entstehungsgeschichte der seit dem 19. Jahrhundert katholischen Pfarrkirche zu unserer lieben Frau am Hauptmarkt geht auf das Jahr 1349/50 zurück. Die gotische Hallenkirche wurde auf Veranlassung Kaiser Karls des IV. am Hauptmarkt errichtet, wo nach dem Judenpogrom im Jahre 1349 die jüdische Siedlung niedergerissen worden war. Der Bau mit dem Typus einer kaiserlichen Kapelle wurde nach vergleichsweise kurzer Bauzeit um 1357 fertiggestellt. Die Architektur wird Peter Parler zugeschrieben, auf den auch wesentliche Teile des Prager Veitsdoms zurückgehen.Kunsthistorisch zeigt sich hier die deutsche Sonderform der Gotik durch die Abkehr vom basilikalen Schema hin […] - [Franziskanerkirche](https://baukunst-nuernberg.de/franziskanerkirche/): Ehemalige Kirche des Franziskanerklosters Königstraße 3 (an der Findelgasse)  ▶ Karte im BayernAtlas 1256-1277 Unweit der Lorenzkirche lag ehemals das Franziskaner- (Barfüßer-) kloster. Von der wohl ab 1256 gebauten und 1276/77 geweihten Kirche besteht noch der Außenbau des Chorhauptes mit seiner Strebepfeilergliederung. Das Gebäude erhielt seine barockisierenden Fassaden 1913/14 von Hans Müller, im Inneren ist von dem einstigen Kirchensaal nichts mehr zu sehen. Seitenanfang - [Egidienkirche Gotik](https://baukunst-nuernberg.de/egidienkirche-gotik/): St. Egidienkirche (Gotik) mit Tetzelkapelle ca. 1350-1450 Egidienplatz 12 Eine Agglomeration dreier polygonaler Raumabschlüsse bietet die Rückansicht von St. Egidien. Hier ist ablesbar, daß maßgebliche Teile des Baukomplexes aus gotischer Zeit stammen. Vieleckige Chorenden sind typisch für die Gotik. Sie waren die Konsequenz aus dem Skelettbau: die Flächen zwischen den alleine tragenden Pfeilern wurden durch plane Wände und Fenster geschlossen. Halbrunde Apsiden aus tragenden Mauern wurden dadurch überflüssig. An Stelle des Chores der romanischen Euchariuskapelle wurde an diese Mitte des 14. Jahrhunderts – erwogen wird 1345 – die Tetzelkapelle (links) errichtet. Sie bildet mit dem 1429/33 erbauten Chor der Hauptkirche […] - [Dominikanerkloster](https://baukunst-nuernberg.de/dominikanerkloster/): Klostergebäde des ehem. Dominikaner-Klosters 1543-1545 Burgstraße 6 Der Torso des ehemaligen Predigerklosters befindet sich an der Burgstraße gegenüber des Fembohauses. Die 1807 eingestürzte gotische Kirche lag unterhalb an der Theresiensträße. - [Allgemeines Gotik](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-gotik/): 1250-1550 Der gotische Stil hat sich durch Ableitungen maurischer Baukunst über Spanien, Frankreich und England im 13. Jahrhundert auch in Deutschland durchgesetzt. Kennzeichnend sind für die Gotik vor allem das Aufwärtsstreben der Architektur, die Skelettbauweise mit dem charakteristischen Spitzbogen und die damit einhergehende Verglasung der Wände. In der Anzahl erhaltener gotischer Baudenkmäler spiegelt sich die Blütezeit Nürnbergs im Mittelalter. Die günstige politische Entwicklung und der aufblühende Handel führten dazu, dass die von vielen Kaisern des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation bevorzugte freien Reichsstadt zu höchster Bedeutung kam. Die herrschende patrizische Oberschicht, die den bürgerlichen Charakter der Stadtentwicklung prägte, sorgte mit […] - [Allerheiligenkapelle](https://baukunst-nuernberg.de/allerheiligenkapelle/): Allerheiligenkapelle des Landauerschen Zwölfbrüderhauses ca. 1500-1510 Hans Beheim d. Ä. Innerer Laufer Platz 11 Die im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts erbaute Allerheiligenkapelle des Landauerschen Zwölfbrüderhauses zeigt ebenso wie die Kapelle der Familie Holzschuher auf dem Johannisfriedhof (1513) hängende Gewölbeschlußsteine, ein typisches Merkmal der Stilentwicklung in der Spätgotik. Auffallend ist der enge zeitliche Zusammenhang der Erbauung beider Kapellen. - [Albrecht-Duerer-Haus](https://baukunst-nuernberg.de/albrecht-duerer-haus/): Albrecht-Dürer-Haus 2. H. 15. Jh. Albrecht-Dürer-Straße 39 Das Albrecht-Dürer-Haus, links im Bild, entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Über Erdgeschoß und erstem Stock aus Sandstein erheben sich zwei Fachwerkgeschosse und das charakteristische Krüppelwalmdach mit der Holzgalerie. Das rechts ins Bild ragende „Pilatushaus“ wird auf 1489 datiert. Auch bei ihm ruhen drei Fachwerkgeschosse und ein hoher Giebel (Mitte 16. Jh.) auf einem Erdgeschoß aus Sandstein. - [Sebalduskirche](https://baukunst-nuernberg.de/sebalduskirche/): St. Sebalduskirche Winklerstraße 26  ▶ Karte im BayernAtlas 1230-1274 Die Pfarrkirche St. Sebaldus ist die ältere der beiden großen Kirchen der Altstadt. Begonnen um 1230/40 als Nachfolgebau einer schon  um 1050 gegründeten Peterskapelle, ist von den wohl 1274 vollendeten spätromanischen Bauteilen das Mittelschiff und die  Turmuntergeschosse mit Krypta erhalten. Die Rundbogenfenster am Obergaden des Mittelschiffeszeugen von der romanischen Bauphase der Sebalduskirche Ebenso trifft man die mit Mittelsäule versehenen Fenster, Biforien (Zwillingsarkaden) genannt, als flächenmäßig geringe Öffnungen in romanischen, massiven Wänden wie hier in einem Treppenturm der Sebalduskirche an. Die die Geschosse trennenden und schmückenden Rundbogenfriese an Türmen und Westchor sind […] - [Rundkapelle](https://baukunst-nuernberg.de/rundkapelle/): Altenfurter Rundkapelle St. Johannes und St. Katharina Leonhard-Übler-Platz  ▶ Karte im BayernAtlas 12./13. Jahrhundert Die geheimnisvolle romanische Rundkapelle in Altenfurt ist einer der ältesten Sakralbauten auf heutigem Nürnberger Stadtgebiet. Die runde Form findet sich zuvor in böhmischen und oberpfälzischen Bauwerken. Um das Gebäude läft ein Rundbogenfries mit interessanten Ornamenten. Im Inneren befinden sich Reste von Fresken an der Kuppel. WWW-Verweise und Literaturhinweise zur Altenfurter Rundkapelle: RÖTTGER, Bernhard Hermann: Die Rundkapelle zu Altenfurt und ihr Verhältnis zu Würzburg und Altötting, in: MVGN 44 (1953), S. 5 ff. SCHEIDL, Sigrid: Altenfurt/1. Die Rundkapelle, Nürnberg (Kunstpädagog. Zentrum), 1987 SCHULZ, Fritz Traugott: Die Rundkapelle […] - [Nassauerhaus](https://baukunst-nuernberg.de/nassauerhaus/): Nassauerhaus Karolinenstraße 2  ▶ Karte im BayernAtlas ab Ende des 12. Jh. Das sogenannte „Nassauerhaus“, eigentlich das Schlüsselfeldersche Stiftungshaus, ist das letzte existierende romanische Turmhaus1 in Nürnberg. Es wird angenommen, daß dieser Gebäudetyp während der Anfangszeit der ausgeprägteren Stadtentwicklung ab dem 11. Jahrhundert als befestigter Wohnsitz eines königlichen Ministerialen im Umkreis der Burg diente. Südfassade in der Blickachse der Pfannenschmiedsgasse (1990) Nach der Renovierung im 1. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts zeigen sich die Unterschiede wieder sehr deutlich. Schon auf den ersten Blick fallen die verschiedenen Farben der verwendeten Natursteine auf. Bei näherem Hinsehen zeigen sich weitere Unterschiede, beispielsweise die glattere […] - [Mikwe](https://baukunst-nuernberg.de/mikwe/): Judenbad (Mikwe) Königstraße 18  ▶ Karte im BayernAtlas vor 1250 Das oberirdisch unscheinbare, neuzeitliche Anwesen in der Königstraße 18, neben dem Nassauer Haus, zeichnet sich durch eine besonders interessante Kelleranlage aus. Ein erstes, tonnengewölbtes Kellergeschoß aus Sandstein war einst das Erdgeschoß eines früheren Gebäudes.1 Ein Stockwert tiefer liegt ein weiterer Raum, der ebenfalls aus einem Tonnengewölbe aus Sandsteinmauern besteht. Dieser Raum wird auf das 12./13. Jahrhundert datiert, wobei vermutet wird, daß er zu einem Ministerialensitz wie dem benachbarten Nassauerhaus gehört haben könnte. 2 Die Besonderheit des Anwesens ist jedoch eine aus dem Felsen gehauene Anlage, die aus dem zweiten Keller […] - [Weiteres Gegenwart](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-gegenwart/): Weitere Gegenwartsarchitektur Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Pirckheimerstr., Verwaltungsgebäude Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: Pirckheimerstr., Verwaltungsgebäude Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: Hornfischerstr. 6 Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: wohl um 1970 Einsteinring Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: wohl um 1970-1980 Hainstr. 15-25 Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: wohl um 1970 Theo und Friedel Schöller-Wohnheim St. Peter Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: wohl um 1990-1995 „Stockzahn“ vor der Dresdner Bank Denkmalliste: Grand Bazar Denkmalliste: Johannes-Scharrer-Gymnasium Denkmalliste: - [U-Bahn](https://baukunst-nuernberg.de/u-bahn/): U-Bahn Nürnberg seit 1967 Seit 1967 entsteht in Nürnberg ein U-Bahn-Netz, das sich mit seinen Bauwerken im Stadtbild bemerkbar macht. Im Zuge der Bauarbeiten wurden viele Straßenzüge grundlegend verändert. Nach dem Beginn der Arbeiten im Jahr 1967 wurde das erste Teilstück 1972 dem Betrieb übergeben. Waren sich die Stationen anfangs noch recht ähnlich und vor allem zweckmäßig konzipiert, so sind die neueren Bahnhöfe architektonisch individuell gestaltet. Sie zeigen häufig thematische Anspielungen auf ihre nähere Umgebung oder ihren Namen, wie zum Beispiel die Rosette der Lorenzkirche im gleichnamigen Bahnhof oder das verzerrte, aber bei Anblick aus flachem Winkel erkennbare Porträt von […] - [Tower Flughafen](https://baukunst-nuernberg.de/tower-flughafen/): Kontrollturm Flughafen 1997-1999 Behnisch und Partner Flughafenstr. 120 Der neue Kontrollturm für den Nürnberger Verkehrsflughafen ist gestalterisch vom Dekonstruktivismus beeinflusst. So sind die Baukörper unter Vermeidung rechter Winkel angeordnet. Der Reiz an dieser Architektur besteht unter anderem darin, dass sich die Konstruktion über statische Gesetze hinwegzusetzen scheint. Die Neigung des Turms zum Flugfeld hin verbessert die Sichtverhältnisse von der Kanzel aus. Der außen angefügte, lotrechte Fahrstuhl steht im Kontrast dazu. Zwischen dem langen, flachen Bürotrakt und dem geneigten Turm vermitteln Dächer, die in verschiedenen, ansteigenden Winkeln angeordnet sind. Auffällig ist der unterhalb der Beobachtungsplattform angefügte Quader, der kaum auf dem […] - [Suedbad](https://baukunst-nuernberg.de/suedbad/): Südbad Allersberger Straße 120 1970 Friedrich Seegy Die Lage des Südbades zwischen der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche und der Poststadt war ausschlaggebend für die Materialwahl. So fügt sich der Bau gut in die Reihe großer Ziegelbauten an der Allersberger Straße ein. Neben der Sportschwimmhalle mit Sprunganlage gibt es im Erdgeschoß ein Lehrschwimmbecken. - [Prisma](https://baukunst-nuernberg.de/prisma/): Ökologischer Wohn- und Gewerbehof „Prisma“ Rothenburger Straße 5-11 1997 Joachim Eble Architektur Ein Thema mit zunehmender Bedeutung ist das Ökologische Bauen. In Nürnberg hat sich dies in einem richtungsweisendes Projekt an der Rothenburger Straße niedergeschlagen: dem „Prisma“.Es handelt sich um einen Komplex aus mehreren Gebäuden mit Mischnutzung (Wohnungen, Büros, Kindergarten, Geschäfte). Dem Gebäude liegt ein Niedrigenergiekonzept mit passiver Solarenergienutzung zugrunde. Eine Besonderheit ist das Glashaus, das als Wärmepuffer fungiert und die Hoffassade der Hauptgebäude überdeckt. Außergewöhnlich ist auch die gärtnerische Gestaltung, die sowohl klimatische als auch ästhetische Funktion hat. Foto: Marcin Brzezicki - [Neues Museum](https://baukunst-nuernberg.de/neues-museum/): Museum für Design und neue Kunst, Luitpoldstraße Klarissenplatz 3  ▶ Karte im BayernAtlas 1996-1999 Volker Staab In einem noch wegen der Kriegseinwirkungen freien Bereich der Altstadt entstand der Museumsbau, der die staatliche Sammlung von Kunst der Gegenwart und Design in sich aufnimmt. Der Entwurf verbindet in gelungener Weise die zeitgemäße Architektur mit der städtebaulichen Situation. Der Bau verstäckt sich hinter der Bebauung der bestehenden Straßen um den neu geschaffenen Klarissenplatz, dessen Name an das früher an der Stelle befindlichen Kloster erinnert. Neues Museum am Klarissenplatz Blick von der Königstraße Dadurch empfindet man den absolut gesehen durchaus voluminösen Bau nicht als […] - [N-Ergie-Centrum](https://baukunst-nuernberg.de/n-ergie-centrum/): N-Ergie Centrum Südliche Fürther Straße 14 2000 Hausmann + Müller, Köln Die kommunale Energieversorgung ließ neben ihrem Stammsitz im Plärrer-Hochhaus ein modernes Kundenzentrum errichten, verbunden über eine gläserne Brücke, auf der sich die Skulptur zweier roter Hasen befindet. Bei der Ausführung achteten die Architekten auf Materialsparsamkeit und arbeitete bewußt mit großen Sichtbetonflächen. Der Anspruch des Versorgungsunternehmens zeigt sich in energiebewußter Architektur. Bemerkenswert ist die Stahl-Glasfassade. Foto: Marcin Brzezicki Foto: Marcin Brzezicki - [Messezentrum](https://baukunst-nuernberg.de/messezentrum/): Messezentrum Messezentrum 1/Karl-Schönleben-Straße seit 1973 Nachdem die alten Messehallen am Berliner Platz zu klein geworden waren, entstand am Südrand des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes das Messezentrum, welches 1973 eröffnet wurde. Seitdem erfolgte ein ständiger Ausbau. 1984 konnte die Frankenhalle eingeweiht werden, die als auch als Veranstaltungsort dient, zuletzt kam das CCN Ost als weiteres Kongreßzentrum neu dazu. Für die Zukunft ist die Errichtung eines Hotelkomplexes mit Hochhaus an der Münchener Straße vorgesehen. Mit progressiver Architektur sorgt die Messehalle 7A (Architekt Heinz Seipel aus Nürnberg) für Aufsehen. Neben der gestalterischen Qualität der transparenten Fassade beeindruckt vor allem die Deckenkonstruktion, Dreigurtbinder aus Holz und […] - [Maximum](https://baukunst-nuernberg.de/maximum/) - [Kuenstlerhaus Gegenwart](https://baukunst-nuernberg.de/kuenstlerhaus-gegenwart/): Umbau und Erweiterung des Künstlerhauses Königstraße 93 1998-2001 Architekturbüro Grabow + Hofmann, Nürnberg Der Neubau eines Eingangstrakts am Künstlerhaus von 1911 hat die Gemüter der Bevölkerung erregt. Vor das historistische Gebäude wurde ein Beton-Glaskubus gesetzt. Die Sensibilität des Vorhabens ergibt sich aus seiner prominenten Lage am Eingang der Altstadt gegenüber dem Hauptbahnhof und der unmittelbaren Nähe zu Baudenkmälern wie dem  Königstorturm. Die Anforderung, daß ein Bauwerk in seine Umgebung passen muss, versuchte man hier durch das kompromisslose Konfrontieren von Gegensätzen zu erfüllen. - [GNM Gegenwart](https://baukunst-nuernberg.de/gnm-gegenwart/): Umbau und Erweiterung des Germanischen Nationalmuseums Kärtäusergasse 1 1988-1993 me di um Architekten + Partner Zum dritten Mal innerhalb des 20. Jahrhunderts wurde das Germanische Nationalmuseum umgebaut und erweitert. Der Eingang wurde in die Kartäusergasse verlegt, welche durch den Künstler Dani Karavan als „Straße der Menschenrechte““ gestaltet wurde. WWW-Verweise und Literaturhinweise KARAVAN, Dani / LAUB, Peter: Straße der Menschenrechte, Bonn/Nürnberg 1995 - [Fernmeldeturm](https://baukunst-nuernberg.de/fernmeldeturm/): Fernmeldeturm Hansastraße 1 1975-77 Erich Heinle Der Fernmeldeturm ist mit 292,8 m Deutschlands dritthöchster Turm dieser Art. Der Zweckbau wurde 1980 in Betrieb genommen. Wiederum ist die Bezugnahme auf die Ortsgeschichte erkennbar: die Eiform der Turmkanzel wählte man in Hinblick auf das „Nürnberger Ei“, die erste Taschenuhr von Peter Henlein aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Christian Eyrich Lizenz: Creative Commons BY-SA 2.0-DE - [Elementa 72](https://baukunst-nuernberg.de/elementa-72/): Elementa ’72 Bertolt-Brecht-Straße 40  ▶ Karte im BayernAtlas 1974 Otto Steidle, Partick Deby, Gerhard Niese, Roland Sommerer Diese experimentelle Wohnanlage entstand aus vorgefertigten Standardbauteilen. Es handelt sich um einen progressiven Beitrag im Rahmen der Entwicklung der Industrialisierung im Wohnungsbau am Anfang der 1970er Jahre. Gut zu sehen sind die Beton-Fertigteile wie z. B. Pfeiler mit Auskragungen, auf denen Träger, aber auch Verbindungstreppen lasten. *** Literaturhinweis Elementa ‚1972 – Experiment im Wohnungsbau – erste Ergebnisse. In: db. 7/1976. (Thema: Fertigteilbau) - [Doku-Zentrum](https://baukunst-nuernberg.de/doku-zentrum/): Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Bayernstraße 110 2000-2001 Günther Domenig Der Umgang mit dem Nazi-Erbe auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände ist eine der anspruchsvollsten städtebaulichen Aufgaben Nürnbergs. Lange Zeit sah es so aus, als ob man sprachlos wäre hinsichtlich der verfallenden steinernen Giganten, die seit 1973 unter Denkmalschutz stehen. Aber es war zunächst besser, die im Laufe der Nachkriegszeit entstandene funktional-alltägliche Nutzung bestehen zu lassen. Mit dem projektierten Einbau eines Fußballstadions oder eines Freizeitzentrums (1987 geplant) in den Kongresshallentorso, hätte man den Anforderungen dieser Stätte nicht gerecht werden können. Mit der jetzt verwirklichten Lösung eines Informations- und Dokumentationszentrums scheint die Stadt endlich eine architektonisch […] - [Cinecitta](https://baukunst-nuernberg.de/cinecitta/): CineCitta Gewerbemuseumsplatz 3 1990-1992 Architekturbüro Detlev Schneider Die „Kulturstadt“ des Multiplexkinos fügt sich in die Altstadt ein, indem erhebliche Teile des Raumprogramms in den Untergrund verlegt wurden, und die oberirdischen Teile in einzelne Baukörper aufgegliedert und entlang des Flussufers angeordnet wurden. Nur der Eingangspavillion rückt sich auffällig in das Straßenbild; gegenüber dem weitaus größeren und neubarock-repräsentativen Bau des Gewerbemuseums wirkt er nicht übertrieben, jedoch kontrastiert er deutlich mit den Altbauten am Wespennest. Material und Gestaltung entsprechen den 1990er Jahren; ein äußerlicher Bezug zur Altstadt läßt sich, vielleicht mit Ausnahme der zergliederten Form, nicht feststellen. Das Multiplexkino CineCitta an der Pegnitz […] - [Businesstower](https://baukunst-nuernberg.de/businesstower/): Business-Tower Ostendstraße 100 1999-2000 Architekten Dürschinger + Biefang, Fürth Neubau der Nürnberger Versicherungsgruppe mit zentralem, 35-stöckigen Büroturm, der mit mehr als 100m Nürnbergs höchstes Gebäude (mit Ausnahme des Fernmeldeturms) ist. Der Turm beherbergt repräsentative Büroräume Ostfassade des Versicherungsgebäudes Businesstower und Norikus prägen heute die Skyline des Nürnberger Ostens - [Arena](https://baukunst-nuernberg.de/arena/): Arena Kurt-Leucht-Weg 11 2000/2001 Architekturbüro Glöckner, Nürnberg Der Abriss des alten Linde-Stadions an der Äußeren Bayreuther Straße und der Verkauf der dortigen Grundstücke für das Einkaufszentrum „Mercado“ ermöglichte die Errichtung eines neuen Eisstadions. Die „Arena“ ist allerdings eine Mehrzweckhalle, die primär als Austragungsort für Eishockeyspiele dient (hier fanden Spiele der WM 2001 statt). Angeschlossen ist eine Eisbahn für die Öffentlichkeit. - [Aluminiumwerke](https://baukunst-nuernberg.de/aluminiumwerke/): Alcan-Aluminiumwerk Industriestraße 38 1978-80 Ekkehard Fahr, Dieter Schaich, Josef Reindl Bemerkenswert an diesem Industriekomplex ist die industrielle Bauweise, die trotzdem mit einer ansprechenden Gestaltung einhergeht. Insbesondere ist die technische Ausstattung hervorzuheben; die Arbeiten, die hier vorgenommen werden, erforderten viel Licht und spezielle Belüftungsanlagen für die Mitarbeiter. - [Allgemeines Gegenwart](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-gegenwart/): seit 1970 Über die Architektur der letzten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts läßt sich noch kein abschließendes Urteil bilden. Die Auswahl der hier gezeigten Objekte kann also nur ein Versuch sein, etwas über die Architektur in Nürnberg im Zeitraum von 1970 bis heute auszusagen. Verschiedene Strömungen haben sich in den vergangenen Jahren gezeigt, denen aber zumindest eines gemeinsam ist: die Moderne als Kern der architektonischen Fortentwicklung. Die mit dem Jugendstil eingeläutete Abkehr vom historisierenden Stileklektizismus ist offenbar endgültig erreicht. Nur die „Postmoderne“ der Siebziger und Achtziger Jahre betrieb ein mehr oder weniger abstrahierendes Zitatspiel. Doch insgesamt beantwortet die Architektur bauliche […] - [Wohnanlage Hirschelgasse](https://baukunst-nuernberg.de/wohnanlage-hirschelgasse/): Wohnanlage Hirschelgasse 36-42 1953/54 Sep Ruf Sep Ruf entwarf für die Ecklage zwischen Hirschelgasse und Äußerer Laufer Gasse ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus. Ein flach gedeckter, stark verglaster Gebäudeteil kontrastiert mit dem Kopfbau, einem viergeschossigen Wohnhaus. Ein weiterer Flügel schließt sich zur Hirschelgasse an. Bemerkenswert ist der idyllische, zeittypisch gestaltete Innenhof. - [Weiteres Nachkriegszeit](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-nachkriegszeit/): Weitere Bauwerke der Nachkriegszeit Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. 1950-1954 Hirsvogelstr. 9-13 Denkmalliste: Ehem. Lehrlingsheim für die Flüchtlingsjugend in Deutschland, errichtet von der schwedischen Hilfsorganisation „Rädda Barnen“; drei zweigeschossige Holzfertighäuser der schwedischen Holzfertighausfirma „Aneby Hus“, 1950-1951 aufgestellt. Hirsvogelstr. 9-13 Denkmalliste: Kohlbuckweg 7 Denkmalliste: Einfamilienhaus, erdgeschossiger Satteldachbau mit ausgebautem Dachgeschoß. Garagenbau unter Walmdach, durch Wandflächen und Fenster- und Türöffnungen gegliederter Bau, 1951 von Sep Ruf. Uni Findelgasse Denkmalliste: Ehem. Handelsschule bzw. Hochschule für Wirtschafts- und […] - [Staatsbank](https://baukunst-nuernberg.de/staatsbank/): Bayerische Staatsbank Bankgasse 9/Findelgasse 10-14 1951 Sep Ruf In der Nachkriegszeit entstand zeitgemäße Architektur beispielsweise durch das Wirken des Münchener Architekten Sep Ruf, der gleich mehrere Gebäude in Nürnberg entwarf. Die Bauwerke waren wegen ihrer Modernität im altstädtischen Umfeld umstritten. Gleichwohl spricht die Individualität und ihre Qualität für die Bauwerke Rufs. Die Burg im Blick der Fünfziger: Alt und Neu sind in Nürnberg nie weit voneinander entfernt Auf Ruf geht das Bankgebäude am Lorenzer Platz zurück. An Stelle des zerstörten neugotischen Komplexes von Bernhard Solger verwirklicht es den Kompromiss von zeitgemäßer Sachlichkeit und örtlichen Vorgaben. Da das Gebäude direkt gegenüber […] - [Planetarium](https://baukunst-nuernberg.de/planetarium/): Planetarium Am Plärrer 41 1959-60 Wilhelm Schlegtendal Das Planetarium am Plärrer erinnert mit seiner abgerundeten Form und der mosaikartigen Verkleidung an die Werke des organischen Bauens. Es enthält teils bauzeitliche Ausstattung und Baugestaltung. - [Plaerrerhochhaus](https://baukunst-nuernberg.de/plaerrerhochhaus/): Plärrer-Hochhaus Am Plärrer 43  ▶ Karte im BayernAtlas 1953 Wilhelm Schlegtendal Das „Plärrer-Hochhaus“ ist eines der wichtigsten Gebäude Nürnbergs aus der Epoche des Wiederaufbaus und schon fast zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Ansicht von Norden, dahinter ist noch die Kuppel des Planetariums zu sehen. Im obersten Geschoß – mit wunderbarer Aussicht – befanden sich die Repräsentationsräume der Stadt Nürnberg, bevor diese in den Turm im Kreuzgassenviertel verlegt wurden. Das Plärrerhochhaus Das 56m hohe Gebäude der städtischen Elektrizitäts- und Wasserversorgung ist dominanter Eckpunkt des Platzes nach dessen grundlegender Umgestaltung. Interessant ist, dass sich das Hochhaus nach oben hin verjüngt, wodurch […] - [Parkwohnanlage Zollhaus](https://baukunst-nuernberg.de/parkwohnanlage-zollhaus/): Parkwohnanlage Nürnberg-Zollhaus Sonnenstraße/Planetenring/Neptunweg/Saturnweg/Im Erdwinkel/Jupiterwinkel/Marsweg  ▶ Karte im BayernAtlas ab 1957/58 Gerhard Günther Dittrich Die Parkwohnanlage Zollhaus ist als sogenanntes Demonstrativbauvorhaben des Bundesministeriums für Wohnungswesen und Städtebau ab 1957 entstanden. Die Siedlung für Bahnbedienstete wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zur ein halbes Jahrhundert älteren Eisenbahnersiedlung Rangierbahnhof erbaut. Die Parkwohnanlage Zollhaus wird als qualitätvolles Beispiel für die Architektur der 1950er Jahre betrachtet und ist seit 1999 in der Denkmalliste verzeichnet. Im zentralen Ellipsoid der Anlage steht das 16-stöckige Hochhaus, davor das Heiz- und Waschgebäude Avantgardistische Formgestaltung am Heizhaus, dessen organische Rundungen im Kontrast zum rechtwinklig-nüchternen Hochhaus stehen. Der zentral gelegene Ladenblock am Planetenring […] - [Paniersplatz Wiederaufbau](https://baukunst-nuernberg.de/paniersplatz-wiederaufbau/): Wiederaufbau der Altstadt Die Vereinfachungen insbesondere bezüglich der Baulinien lassen sich exemplarisch am Beispiel des Paniersplatzes darstellen. Vor dem Krieg gab das Grolandhaus am Eck der sehr schmalen Tetzelgasse dem Paniersplatz sein unverwechselbares Gesicht. Das Verhältnis zwischen Bebauung und Straßendurchbrüchen sowie die Ausrichtung der Gebäude sorgte für das Entstehen eines wirklichen Platzgefühls. Nach dem Krieg waren zwar die Häuser zerstört, der Stadtgrundriss aber noch vorhanden. Allerdings entschied man sich, bei der Gelegenheit die Stadt autogerecht zu machen und wenigstens die wichtigsten Straßen zu verbreitern. Die Tetzelgasse, auf dem Bild der sechziger Jahre noch in der Originalbreite in der linken unteren […] - [Notkirche Schafhof](https://baukunst-nuernberg.de/notkirche-schafhof/): Gnadenkirche Schafhof 1951 Otto Bartning Neumeyerstraße 47 Nach dem Krieg entstand im Stadtteil Schafhof diese heute noch existierende Notkirche. Sie wurde durch brüderliche Hilfe der Lutherischen Kirche Dänemarks in Leichtbauweise errichtet. Architekt Bartning hatte 1948 die Bauabteilung des Hilfswerkes der evangelischen Kirchen in Deutschland übernommen. Notkirchen nach seinen Planungen entstanden in großer Zahl. Weitere (ehemalige) Notkirchen in Nürnberg gibt es auf dem Friedhof von St. Leonhard in der Schwabacher Straße 54 (ebenfalls von Bartning, 1949), in Laufamholz (Moritzbergstraße 62, 1948) und in der Siedlung am Nordostbahnhof (Wartburgstraße 18). Gnadenkirche Schafhof(Neumeyerstr. 47) - [Landeskirchenarchiv](https://baukunst-nuernberg.de/landeskirchenarchiv/): Landeskirchliches Archiv der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern Veilhofstraße 28 1955 Wilhelm Schlegtendal Dieser Zweckbau fällt durch die Wand aus Glasbausteinen auf, die die Räume mit den Archivbeständen erhellen. Weitere Gestaltungsmerkmale des Archivtrakts sind die Verklinkerung und das sehr flache Pultdach. Das Gebäude ist leider zum Abriss vorgesehen. Landeskirchliches Archiv Landeskirchliches Archiv - [Heiligste Dreifaltigkeit](https://baukunst-nuernberg.de/heiligste-dreifaltigkeit/) - [Galeriebauten Pegnitz](https://baukunst-nuernberg.de/galeriebauten-pegnitz/): Galeriebauten an der Pegnitz Hauptmarkt 2 1962 Eduard Kappler Man versuchte beim Wiederaufbau natürlich Motive des alten Nürnberg wieder zu verwenden, einmal, um zum Restbestand und den wiederaufgebauten Gebäuden zu passen, andererseits, um keine Allerweltsarchitektur zu erzeugen und auf die leeren Flächen etwas beliebiges hinzustellen. Anschaulich wird dies an den Galeriebauten zwischen Fleisch- und Museumsbrücke. Die Gebäde wurden gestalterisch angelehnt an die zerstörte Vorkriegsbebauung mit Holzgalerien und -Balkonen. Heraus kam eine zeitgemäße Interpretation des Vorkriegsmotives mit erweiterter Funktion, denn die erdgeschossige Passage ist nunmehr als öffentlicher Raum am Fluß begehbar. Partie an der Museumsbrücke mit Pegnitzarkaden von 1962, im Hintergrund […] - [GNM Nachkriegszeit](https://baukunst-nuernberg.de/gnm-nachkriegszeit/): Wiederaufbau Germanisches Nationalmuseum Kornmarkt/Grasersgasse Sep Ruf Von Sep Ruf stammt der Entwurf für den Wiederaufbau und die Erweiterung des Germanischen Nationalmuseums. Das Format der Bauten hält sich nicht an den früheren altstädtischen Maßstab. Es wurde primär Wert auf einen funktionalen Rahmen für die Museumsbestände und -arbeit gelegt. Bibliotheks- und Archivgebäude, Ansicht vom Kornmarkt Aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar ist die Opferung wertvoller, nur zum Teil zerstörter Bestandteile des ehemaligen Augustinerklosters oder des zugunsten einer Asphalt-Ödnis abgerissenen Königsstiftungshauses im Zuge des Wiederaufbaus. Blick von der Grasersgasse auf die ehem. Kärtäuserkirche Abgerissen: Ruine der Kress’schen Doppelkapelle (1412) aus dem ehem. Augustinerkloster, […] - [ECA Siedlung](https://baukunst-nuernberg.de/eca-siedlung/): ECA-Siedlung Dr.-Linnert-Ring um 1950 Franz Reichel Nach dem Krieg war der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen wegen der Zerstörungen und der Flüchtlinge sprunghaft angestiegen. Hierzu wurden Wohnungsbauprogramme aufgelegt. Die ECA-Siedlung, von der US-amerikanischen Economic Cooperation Administration unterstützt, ist eine der ersten Anlagen im neu geplanten Stadtteil Langwasser. Um eine Ringstraße, den Dr.-Linnert-Ring, gruppieren sich fächerförmig Zeilenbauten mit Flachdächern. - [DBA](https://baukunst-nuernberg.de/dba/): Deutsche Bau-Ausstellung Oskar-von-Miller-Straße/Jakob-Wolff-Straße 1949 Nur vier Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft begann die Nutzung des riesigen, brach liegenden Geländes, das für die Reichsparteitage der Nationalsozialisten vorgesehen war. Die Deutsche Bau-Ausstellung bezog die unfertige Kongresshalle mit in ihr Konzept ein; in der Nachbarschaft entstanden verschiedene beispielhafte Typen von Ein- und Mehrfamilienhäusern nebeneinander, die nach Ende der Ausstellung stehen blieben und auch heute noch bewohnt sind. - [Carlvonlinde](https://baukunst-nuernberg.de/carlvonlinde/): Wohnanlage Carl-von-Linde-Straße 10-24 1955/56 Friedrich Seegy Diese aus vier Zeilen mit 16-parteiigen Mehrfamilienhäusern bestehende Wohnanlage ließ die Münchener Verein Lebens- und Altersversicherungsanstalt aG errichten. Der Komplex zeichnet sich gestalterisch durch die aus der Reihe fallende Staffelung der Baukörper aus. Daraus ergeben sich abwechslungsreiche Wohnungsgrundrisse. Die Zeilen sind durch niedrige Bauten untereinander und mit dem Garagenhof verbunden. - [Allgemeines Nachkriegszeit](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-nachkriegszeit/): 1945-1970 Die Nachkriegszeit Nürnbergs ist vom Trauma der Zerstörung geprägt. Die architektonischen Aufgaben, die damals in Nürnberg gelöst werden mussten, forderten Bauherren und Planer in besonderem Maße heraus. Zerstörung der Altstadt Im zweiten Weltkrieg wurde Nürnbergs Altstadt durch Bomben vernichtet. Alleine der schwerste Angriff am 2. Januar 1945 zerstörte innerhalb einer knappen Stunde 1.800 Menschenleben und fast die gesamte historische Bausubstanz der Stadt. Die traurigen Ruinen und die öden Freiflächen dazwischen bildeten viele Jahre lang eine Geisterstadt. So stand der schöne Brunnen im Jahr 1950 verloren auf dem Hauptmarkt, und das zerstörte Pellerhaus blickt 1956 noch über den verwüsteten Egidienberg […] - [Akademie](https://baukunst-nuernberg.de/akademie/): Akademie der bildenden Künste Sep Ruf 1952/54 Bingstraße 60 Die Akademie der bildenden Künste entwarf Sep Ruf als Pavillionanlage im Wald nahe dem Tiergarten an der Bingstraße. Zum gleichen Komplex gehört der Bau der (heute nicht mehr bestehenden) Gobelin-Manufaktur von 1961. Atriumhof und Verbindungsgang Institute und Klassen befinden sich in solchen Pavillionbauten So idyllisch liegt die Akademie im Wald; links befindet sich die Aula - [Zeppelintribuene](https://baukunst-nuernberg.de/zeppelintribuene/): Zeppelinfeld Beuthener Straße 20  ▶ Karte im BayernAtlas 1937 Albert Speer Das Zeppelinfeld wurde 1937 nach Entwurf von Albert Speer als Aufmarschfeld des nationalsozialistischen Reichsparteitagsgeländes errichtet. 1967 wurde die Zeppelin-Tribüne teilweise rückgebaut, indem die bekrönende Pfeilergalerie abgetragen wurde. Die Konzeption sah unter anderem vor, daß die Tribüne auch in ferner Zukunft noch als Ruinenstätte an die Größe der NS-Partei eindrucksvoll erinnern sollte. Deswegen wurde auch der „schön“ verfallende Kalkstein als Verkleidung des Backsteinbaus verwendet. Im Inneren befindet sich der sogenannte „Goldene Saal“. Das Zeppelinfeld wurde seit dem Krieg als Sportplatz genutzt, lange Zeit durch die amerikanischen Besatzungstruppen. Die niedrigen Türme […] - [Weiteres Nationalsozialismus](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-nationalsozialismus/): Weitere Bauwerke der nationalsozialistischen Zeit Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. An der Bahnlinie 5 (Bahnhof Fischbach) Denkmalliste: Bahnhof Fischbach, stattliches zweiflügeliges Empfangsgebäude mit Satteldächern, um 1940; zugehörig: ehem. Stationsgebäude, zweigeschossiger Satteldachbau, Ziegelstein mit Hausteingliederung, Vordach, Ende 19.Jh. Bahnhof Fischbach Denkmalliste: Bahnhof Fischbach Denkmalliste: Bahnhof Fischbach Denkmalliste: Bahnhof Fischbach Denkmalliste: Bahnhof Fischbach Denkmalliste: Rathsbergstraße 300 Denkmalliste: Ehem. Offiziersgebäude (Offiziersmesse) eines Luftnachrichtenlagers, jetzt Jugendhotel, erdgeschossige Zweiflügelanlage, 1937 erbaut. Rathsbergstraße 300 Denkmalliste: Ehem. Offiziersgebäude (Offiziersmesse) eines Luftnachrichtenlagers, […] - [Kongresshalle](https://baukunst-nuernberg.de/kongresshalle/): Kongresshalle Bayernstraße 100  ▶ Karte im BayernAtlas ab 1937 Ludwig Ruff Die Kongreßhalle der Nationalsozialisten, ab 1937 errichtet, blieb unvollendet. Die äußere Granitverblendung soll den Backsteinbau noch monumentaler erscheinen lassen, obwohl das Gebäude ohnehin monströs ist. Die eigentliche Halle wurde nicht fertiggestellt; es sind nur die Erschließungsbauten vorhanden („das größte Treppenhaus der Welt“). In NS-typischem, vergröberten Klassizismus ist der Rundbau mit drei Arkadengeschossen gegliedert, die Macht und rohe Gewalt ausstrahlen. Dutzendteich mit Kongreshallen-Torso Der Kongresshallenbau überragt den Volksfestplatz Die spätere Nutzung des riesigen Komplexes war alltäglich und mannigfaltig („Colosseum“-Studios, Magazin, Lagerhallen der Stadt Nürnberg). Seit 2001 erst ist ein musealer […] - [Allgemeines Nationalsozialismus](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-nationalsozialismus/): 1933-1945 Den Nationalsozialismus als kunsthistorische Epoche zu bezeichnen ist problematisch. Allerdings wäre es ebenso schwierig, die Bauten aus der NS-Zeit anderweitig zuzordnen. Ein eigener Abschnitt rechtfertigt sich hier jedoch, weil sich der Einfluß der nationalsozialistischen Ideologie auf die Architektur in Nürnberg aufgrund der historischen Umstände in besonders intensiver Weise zeigt. Die Stadt hatte für die NSDAP höchste Bedeutung und wurde zur Stadt der Reichsparteitage und einer der sogenannten „Führerstädte“ bestimmt worden. In der Bautätigkeit schlug sich die Geltung Nürnbergs für die Nationalsozialisten drastisch nieder. Zum einen entstand das Reichsparteitagsgelände, zum anderen beeinflußte der Nationalsozialismus aber auch die Architektur nicht parteigenutzter […] - [Weiteres Moderne](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-moderne/): Weitere Bauwerke aus der Zeit zwischen den Weltkriegen Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. 1920-1925 Rankestraße 69 / Sigenastraße 3 Denkmalliste: Schloßartiges Doppelhaus mit kurzen Flügelbauten und halbrunden Treppentürmen, im Stil der dekorativen Moderne mit barockisierenden Anklängen, bez. 1922/23, Entwurf Hans Lehr und Karl Leubert; Einfassungsmauer des Gartens gleichzeitig; drei Gartenfiguren von Edmund Meusel (Coburg), um 1922/23 für den Garten erworben; Einheit mit Sigenastraße 3. Rankestraße 69 / Sigenastraße 3 Denkmalliste: Schloßartiges Doppelhaus mit kurzen […] - [Villen Virchowstr](https://baukunst-nuernberg.de/villen-virchowstr/): Villenbauten am Stadtpark 1920-1930 In den zwanziger Jahren wurde trotz Inflation und Wirtschaftskrise auch noch großbürgerlich gebaut, wie diese drei Häuser in der Virchowstraße am Stadtpark demonstrieren. Während Anwesen Nr. 23 (von Albert Mayer, mit interessanten, auf die jüdischen Erbauer hinweisenden Details wie einer mit Schnitzarbeiten verzierten Haustür, bezeichnet 1922-1923) einen sachlichen Neubarock zeigt, ist Nr. 25 (bez. 1925) dem Neoklassizismus zuzurechnen. Nr. 27 (um 1920/30) greift expressionistisches Dekor auf. Villa Virchowstr. 25 Während hier die vermögende Schicht in Appartements fürstlichen Zuschnitts wohnte, mußten die im Zuge von Krieg und Inflation verarmten und unter der zunehmenden Arbeitslosigkeit leidenden sozial schwachen […] - [Triumphwerke](https://baukunst-nuernberg.de/triumphwerke/): Ehem. Fabrikgebäude der Triumph-Werke Muggenhofer Straße 28 1923/24 (bez.) Jakob Schmeißner Architekt Schmeissner verbindet bei diesem Werksgebäude für die Triumph-Werke den sachlichen Stil der 20er Jahre mit Elementen des Heimatstils und des Expressionismus, um den Bau nicht so nüchtern erscheinen zu lassen. Fassade mit Pappeln Gefühlsbetont gestalteter Fabrikeingang Beachtenswerte Details sind das für Merkur-Relief, das für Wirtschaftsbetriebe ein positives Symbol darstellt, ferner die Pförtnerloge mit holzgeschnitztem Fenstererker, die bossierten Torpfosten sowie die spitzbogige und gewölbte Durchfahrt. Die Fassade wird durch strenge horizontale Gesimse in drei Zonen gegliedert, die Fensterachsen des mittleren Bereiches sind in Dreiergruppen zusammengefaßt. Sie wird von einem […] - [Sternwarte](https://baukunst-nuernberg.de/sternwarte/): Sternwarte Regiomontanusweg 1 1930/31 Paul Seegy Die Volkssternwarte auf dem Rechenberg ist ein funktionaler und durchdachter Bau, der durch seine Ziegelbauweise ein ansprechendes Äußeres erhielt. Wegen der Trapezform kann von der nach Süden ausgerichteten Beobachtungsplattform trotz der Instrumenten-Kuppel der gesamte Sternenhimmel beobachtet werden; im Erdgeschoss darunter ist unter anderem ein Vortragssaal untergebracht. Seit Ende der 1990er Jahre wurde die Sternwarte umgebaut und technisch modernisiert. Sternwarte mit Kuppelbau für die fest montierten Teleskope, rechts die Beobachtungsplattform Externe WWW-Verweise: www.sternwarte-nuernberg.de: Offizielle Seite der Sternwarte Nürnberg www.naa.net: Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (Betreiber der Sternwarte) - [Stadtpark Expressionismus](https://baukunst-nuernberg.de/stadtpark-expressionismus/): Mietshaus Am Stadtpark 95 (Früher: Am Maxfeld 95) 1922-1923 Am Mietshaus Am Stadtpark 95 ist der Einfluss des Expressionismus spürbar: in einem „gotischen“ Torbogen, spitzen Giebeln über den Fenstern, stark betonten Simsen und der reichen Verwendung von Bauplastik. Der Inschrift nach wurde das Gebäude 1922/23 errichtet. Mietshaus Am Stadtpark 95 Erker mit Bauplastik - [Stadion](https://baukunst-nuernberg.de/stadion/): Stadion Hans-Kalb-Straße 7-11  ▶ Karte im BayernAtlas 1926-1929 Otto Ernst Schweizer (Entwurf der Hochbauten) Adolf Hensel (Planung der Gesamtanlage) Als beste Sportstätte der Welt wurde seinerzeit das Nürnberger Stadion gelobt. Adolf Hensel erhielt für seinen städtebaulichen Entwurf „Das Stadion zu Nürnberg“ im Jahr 1928 in Amsterdam eine Goldmedaille im Kunstwettbewerb Baukunst.1 Von Otto Ernst Schweizers zur Bauzeit hochmoderner, sachlich-funktionalen Architektur ist heute im wesentlichen nur noch ein Teil der Haupttribüne erhalten. Haupttribüne zur Erbauungszeit Foto: Bildarchiv Foto Marburg Stadion, ehemalige Arkaden-Galerie (Aufnahme 2004) Stadion, Haupttribüne (Aufnahme 2004) Noch erkennbare Details des Schweizer-Baus sind der Arkadengang und Teile der Fassadengliederung (schmale […] - [Sozialer Wohnungsbau](https://baukunst-nuernberg.de/sozialer-wohnungsbau/): Sozialer Wohnungsbau zwischen den Weltkriegen Mit Industrialisierung und Bevölkerungsexplosion wurde die Frage zum Problem, wo die Arbeiter mit ihren Familien wohnen sollten. Bis zum ersten Weltkrieg konnten sich noch idealistische Konzepte wie die Gartenstadt-Bewegung durchsetzen, im übrigen reichten die zahlreich entstandenen Mietshäuser aus, die in Nürnberg um die Altstadt herum entstanden. Vor allem nach dem ersten Weltkrieg wurde das Problem immer virulenter, so dass die Errichtung einer großen Anzahl Wohnungen in kurzer Zeit erforderlich wurde. In Nürnberg entstanden infolgedessen einige soziale Wohnungsbauprojekte, die großteils noch in gleicher Funktion erhalten sind, und die architektonische Qualität aufweisen. Siedlung Loher Moos ab 1919/20 […] - [Schule Lange Zeile](https://baukunst-nuernberg.de/schule-lange-zeile/): Schulgebäude Lange Zeile Lange Zeile 31 1926 Georg Kuch Georg Kuch war ein Meister der Stilvielfalt, wenn man sich seine Nürnberger Schulbauten ansieht. Vom Jugendstil bis zur Moderne reichte sein Spektrum. Für letztere steht das Schulgebäude Lange Zeile 31, ein sachlicher, kubischer Bau. Die zeittypischen Fensterbänder tauchen auch hier auf, sind aber nur gestalterisch als durchgehend vorgetäuscht. Die querrechteckige Fensterteilung, in den 1920er Jahren favorisiert, betont ebenfalls die Horizontale. Schulhausbau Lange Zeile 31 - [SPDHaus](https://baukunst-nuernberg.de/spdhaus/): Ehem. Verlagshaus der Fränkischen Tagespost Karl-Bröger-Straße 9 1929/1930 Hans Müller/Karl Kröck Als Verlagshaus der Fränkischen Tagespost entstand dieses Gebäude an der Karl-Bröger-Straße 9 (heute SPD-Haus). Auffällig ist die Gestaltung der Fassade, die die Ecklage aufgreift. Eine stromlinienförmige Wirkung entsteht durch die konkav einschwingende Front mit den seitlichen turmartigen Runderkern. Die horizontal zusammengefassten Fenstergruppen – ein zeittypisches Gestaltungsmerkmal – bilden ein Gegengewicht zu dem vertikal aufsteigenden Mittelteil. Bemerkenswert ist, dass im Bereich privater Bauvorhaben das entwerfende Büro Müller/Kröck das einzige war, welches das Neue Bauen profiliert vertrat. Ehemaliges Verlagshaus der „Fränkischen Tagespost“ - [Reformations-Gedaechtnis-Kirche](https://baukunst-nuernberg.de/reformations-gedaechtnis-kirche/): Reformations-Gedächtnis-Kirche Berliner Platz 11 1934-1935 Gottfried Dauner Der Bau der Reformations-Gedächtnis-Kirche am Maxfeld gegenüber dem Stadtpark war schon vor 1920 geplant, wurde aber auf Grund verschiedener Umstände immer wieder verschoben. Der Entwurf geht eigentlich auf German Bestelmeyer zurück, dessen Mitarbeiter Dauner war. Die Reformations-Gedächtnis-Kirche weist so auch Parallelen zu Bestelmeyers Werk auf, etwa der zehneckigen Erlöserkirche in Bamberg (1930-33). Der zwölfeckige Zentralbau wirkt schon durch seine Ausmaße recht mächtig. Die hohen, spitzen Turmhelme, die ursprünglich etwas anders geformt waren, haben eine „gotische“ Wirkung. Ihre Ähnlichkeit mit den Altstadttürmen in Form und Material ist unverkennbar. Die monumentalisierende und archaisierende Gestaltung unterstreicht […] - [Poststadt](https://baukunst-nuernberg.de/poststadt/): Poststadt Allersberger Straße 128-164/Kleestraße 21-27/Jean-Paul-Platz 1a-11 1928-1931 Georg Kohl Einer der bemerkenswertesten und besterhaltenen Baukomplexe der Moderne in Nürnberg sind die umfangreichen Bauten der Post an der Allersberger Straße, wegen ihrer Ausdehnung auch „Poststadt“ genannt. Die Anlage umfasst das Telegrafengebäude, Wohnhäuser für Arbeiter und Angestellte, sowie Gebäude der Paketpost mit Kraftwagenbetriebshof. Detail aus der Poststadt Gestalterisch fällt auf, dass sämtliche Bauten mit Klinkern verkleidet sind. Hinter dem flachgedeckten Telegrafenhochhaus stehen quer zur Allersberger Straße die Wohnbauten als Zeilen von Satteldachhäusern. Dahinter liegen die erdgeschossigen Paketposthallen. Eheml. Post-Telegrafengebäude Detail aus der Poststadt Das Telegrafengebäude in der Allersberger Straße - [Pinselfabrik](https://baukunst-nuernberg.de/pinselfabrik/): Ehemalige Pinselfabrik Johannisstraße 92 1925 Hans Müller Dieses Gebäude einer ehemaligen Pinselfabrik in der Johannisstraße ist in rationaler Betongußbauweise errichtet, deren Haltbarkeit durch das mittig angebrachte Elefantenrelief symbolisiert wird. Die Fassadengestaltung mit Lisenengliederung und in Dreiergruppen rhythmisierten Fensterachsen ist klassizisierend. - [Milchhof](https://baukunst-nuernberg.de/milchhof/): Milchhof Kressengartenstraße 2  ▶ Karte im BayernAtlas 1929 Otto Ernst Schweizer Das Verwaltungsgebäude der Bayerischen Milchversorgung ist eines der wichtigsten Dokumente des „Neuen Bauens“ der Weimarer Republik in Nürnberg, entworfen von Otto Ernst Schweizer. Die Proportionen verleihen dem Bau eine klassizistische Wirkung, die großzügige Innenhalle erzeugt eine erhabene Stimmung. Von Schweizer stammen unter anderem auch das Sportstadion am Dutzendteich und die Lungenheilanstalt in Schniegling (heute als „Bauhauslofts“ vermarktet). Ferner entwarf er das Arbeitsamt in der Altstadt, einem äußerlich der Altstadt angepaßten Stahlbetonbau. Der „Milchhof“, das ehemalige Verwaltungsgebäude der Bayerischen Milchversorgung Kamin mit auf dünnen Betonwänden ruhendem Wasserbehälter Halle im „Milchhof“ […] - [Lungenheilanstalt](https://baukunst-nuernberg.de/lungenheilanstalt/): Ehem. Lungenheilanstalt „Johannisheim“ Schnieglinger Straße 185/187 1929 Otto Ernst Schweizer Der Gebädekomplex in der Schnieglinger Str. 185/187 entstand 1929 nach Entwurf von Nürnbergs Vorzeigearchitekten der Moderne, Otto Ernst Schweizer. Die ehemalige Wohn- und Pflegestätte für Lungenkranke besteht in ihrem originalen Teil aus zwei pavillonartigen Flügeln, die mit einem flachen Bau verbunden sind. Für das Neue Bauen typisch ist die Komposition kubischer Bauteile und der Verzicht auf jeglichen Schmuck am Bau. Auffällig sind die messerscharfen Dächer über den Terrassen im obersten Stockwerk der Eckbauten. Möglich wurden solche Konstruktionen durch die Verwendung von Eisenbeton. Nach Schweizers Planung hätten zu den zwei fertiggestellten […] - [Karlborromaeus](https://baukunst-nuernberg.de/karlborromaeus/): Kirche St. Karl Borromäus Lindnerstraße 7 1926/27 Fritz Fuchsenberger Expressionistisch ist die katholische Kirche St. Karl Borromäus in Mögeldorf. Die aus unverputztem Kalksandstein, Sichtbeton und Natursteinen errichtete Basilika ist formal an früchristliche und romanische Kirchen angelehnt. Deren abweisende Westwerke sind hier durch eine nahezu fensterlose Wand nachgebildet, die nur durch das farbige Mosaik des Kirchenpatrons aufgelockert wird. Die behauenen, horizontal liegenden Ecksteine an Westwerk und Taufgebäude könnten optisch von der fachwerkimitierenden, angelsächsischen „long-and-short-work“ Bauweise inspiriert sein (allerdings ohne die vertikalen „langen“ Elemente). Die expressive Wirkung erzielt der Architekt durch verschiedene Kunstgriffe: so verjüngt sich die Fassade nach oben hin, so […] - [Frauenklinik](https://baukunst-nuernberg.de/frauenklinik/): Frauenklinik Flurstraße 7/9, Kirchenweg 48 1930 Robert Erdmannsdorffer Als Nürnberger Beispiel für den Einfluß des „Internationalen Stils“ der Vorkriegszeit kann der Komplex der Städtischen Frauenklinik und der Kinderklinik am Kirchenweg betrachtet werden. Allerdings nur mit Einschränkungen: die charakteristischen horizontalen Fensterbänder täuscht das Bauwerk nur vor, indem die einzelnen Fenster gestalterisch zusammengefaßt werden. Auffallend ist die Bauplastik von Philipp Wiebmer, ebenfalls um 1930: Mutter und Kind in Überlebensgroße sowie Kinderfiguren. Hof der Frauenklinik von Süden - [FUEW](https://baukunst-nuernberg.de/fuew/): Fränkisches Überlandwerk Hainstraße 32 1930 Büro Müller/Kröck Das Verwaltungsgebäude des Fränkischen Überlandwerks wurde zwar im Laufe der Zeit stark verändert. Trotzdem sind die Stilcharakteristika des Neuen Bauens noch erkennbar. Hervorzuheben ist die auffällige Gestaltung der über Eck angeordneten Fenster am turmartigen Gebäudeteil. Die Anordnung der flach gedeckten, kubischen Bauteile zeigt ebenso modernes Empfinden. - [Ehrenhalle](https://baukunst-nuernberg.de/ehrenhalle/): Gefallenen-Ehrenhalle An der Ehrenhalle 19 1928-1929 Fritz Mayer Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs entstand 1928-1929 im Luitpoldhain. Nachdem das Gelände in das Nazi-Parteitagsgelände einbezogen wurde, diente die Halle als theatralischer Hintergrund für die die Inszenierungen der Diktatur. Wesentliches Gestaltungsmerkmal der Halle ist die Reihe rundbogiger Arkaden, die eine Anlehnung an römische Architektur darstellt. Der Vorplatz wird von steinernen Pylonen flankiert. Die reduzierten Formen und das Material verleihen der Halle eine monumentalisierende Wirkung. später - [Bestelmeyer](https://baukunst-nuernberg.de/bestelmeyer/): Bauten von German Bestelmeyer Literatur- und Internethinweise zu Bestelmeyer Der Architekt German Bestelmeyer hat mit seinen charakteristischen Bauten das Erscheinungsbild Nürnbergs zwischen den Weltkriegen stark mitgeprägt. Die Bauten des gebürtigen Nürnbergers, der in München lebte, fallen auch heute noch im Stadtbild auf. Schwerpunkt von Bestelmeyers Tätigkeit war der evangelische Kirchenbau. Allein in Nürnberg gehen vier teils monumentale Gotteshäuser auf ihn zurück: die die 1925-1928 erbaute Friedenskirche am Palmplatz, die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche und die Melanchthonkirche sowie die primär Gottfried Dauner zugeschriebene Reformations-Gedächtnis-Kirche. Bestelmeyer war in Nürnberg zunächst durch den Entwurf der Siedlung am Rangierbahnhof in Erscheinung getreten. Im weltlichen Bereich schuf Bestelmeyer […] - [Arbeitsamt](https://baukunst-nuernberg.de/arbeitsamt/): Ehem. Arbeitsamt Karl-Grillenberger-Straße 3  ▶ Karte im BayernAtlas 1926 Otto Ernst Schweizer Die äußere Form des Arbeitsamtes an der Karl-Grillenberger-Straße ist ein Kompromiss zwischen dem vom Architekt vertretenen Neuen Bauen und der Lage in der Altstadt. Bauplastik mit Bezug zur Funktion des Gebäudes Sensibel in die Altstadt eingepaßte Fassade Der Backsteingiebel ist expressiv gestaltet Rückansicht mit modernen und konservativen Formen Seitenanfang - [Allgemeines Moderne](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-moderne/): 1920-1940 Was hat Nürnberg mit Berlin und Ankara gemeinsam? Für alle drei Städte hat Prof. Hermann Jansen wesentliche stadtplanerische Arbeit geleistet. Aufgrund des starken Wachstums der Stadt erstellte Jansen für Nürnberg in der Zeit von 1921-1927 einen richtungsweisenden Generalbebauungsplan, der noch heute die Stadtentwicklung prägt. Zumindest quantitativ ist der „Jansenplan“ noch ausreichend, denn er war für einen Bevölkerungsanstieg auf 700.000 Einwohner angelegt (Ende 2003: ca. 494.000 Einwohner). Damit wurden die Weichen für weitere Entwicklungen Nürnbergs gestellt, etwa in Hinblick auf die Planung der Verkehrsströme und der Baugebiete mit den verschiedenen Nutzungsarten. Die Jahre der Weimarer Republik sind für die Nürnberger […] - [Weiteres Jugendstil](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-jugendstil/): Weitere Bauten aus der Jugendstil-Epoche Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Keßlerplatz Der Keßlerplatz in Wöhrd wird von Jugendstilbauten geprägt, er liegt in der Nähe des Prinzregentenufers. Keßlerplatz 1 Keßlerplatz 11 Keßlerplatz 1, Eingang Keßlerplatz 9, Eingang Weitere Jugendstilbauten Weitere Beispiele für Jugendstil in Nürnberg sind u. a. Kaulbachstr. 24, 26, 28, 32; Kontumazgarten 9-11 (1904 Emanuel Seidl); Roonstr. (1905 Hans Breiter); Laufertorgraben 2 (1904 Jakob Schmeißner); Pirckheimerstr. 9/11 (1902 von Peter Rückert); Hallerwiese 8 […] - [Wartesaal Hauptbahnhof](https://baukunst-nuernberg.de/wartesaal-hauptbahnhof/): Wartesaal im Hauptbahnof Nürnberg Bahnhofsplatz 9 1904/05 Bruno Paul Den Wartesaal im Hauptbahnhof schuf der namhafte Jugenstil-Künstler Bruno Paul aus München. Die Wandfelder mit farbigen allegorischen Mosaiken (z. B. „Noris“) stehen im Kontrast zu dem nur mit leichtem Stuck verzierten flachen Deckengewölbe. und der dunklen Wandvertäfelung. Ebenfalls von Bruno Paul stammt ein Arbeitszimmer (um 1906) im Faber’schen „Bleistift-Schloss“ in Stein. Wartesaal im Hauptbahnhof Jugendstil-Mosaik - [Volksbad](https://baukunst-nuernberg.de/volksbad/): Volksbad der Stadt Nürnberg Rothenburger Straße 10  ▶ Karte im BayernAtlas 1900-1913 Carl Weber Das Vorbild des Nürnberger Volksbades, einem Gebäde im klassizierenden Jugendstil, ist das Müller’sche Volksbad in München. Die Bau-Gestaltung zitiert römische Thermen, wie etwa der Säulenportikus am Eingang mit Stadtwappen, die Anordnung und Raumgestaltung der drei Schwimmhallen (davon ursprünglich zwei für Männer und eine für Frauen) und die Verwendung stiltypischer Einzelformen (Lünettenfenster, Arkaden). In der Erbauungszeit war die Frage öffentlicher Bäder es ein wichtiges Thema in der gesellschaftlichen Diskussion, insbesondere wegen des Hygienegedankens. Auch Wannen-, Brause-, Dampf- und sogar Hundebäder waren vorhanden. Verfallendes Volksbad mit tristem Turmstumpf […] - [Virchowstr 34](https://baukunst-nuernberg.de/virchowstr-34/): Villa Virchowstr. 34 1904 Dieses Bauwerk zeichnet sich als besonders gutes Beispiel für eine Jugendstilvilla aus. Nicht nur die lockere und unregelmäßige Aufteilung der Baumassen fällt ins Auge, sondern auch viele Details. Leider beeinträchtigen die unpassenden Fenster das Erscheinungsbild erheblich. Dieses Nürnberger Haus ist für eine kunstgeschichtliche Betrachtung ergiebig: der Giebel erinnert mit seinem trapezförmigen Fenster an das sogenannte große Glückert-Haus des bedeutenden Jugendstil-Architekten Josef Maria Olbrich auf der Darmstädter Mathildenhöhe. Jugendstillvilla am Stadtpark Jugendstil vom Feinsten - [Villa Hohenlohestrasse](https://baukunst-nuernberg.de/villa-hohenlohestrasse/): Häusergruppe Hohenlohestraße um 1910 Ludwig Ruff Der Jugendstil wurde im Laufe der Zeit geometrischer. Neoklassizismus, aber auch frei aufgefaßte Barockformen traten in Erscheinung. Diese malerisch barockisierende Reihenhausgruppe in Ecklage wurde von Ludwig Ruff nach Inschrift 1910 errichtet. Auffällig ist die reich mit Giebeln gegliederte Dachlandschaft - [Sozialgericht](https://baukunst-nuernberg.de/sozialgericht/): Sozialgericht um 1895 Weintraubengasse 1 Am Sozialgericht an der Weintraubengasse kombinierte der Architekt ein Neurenaissance-Konzept mit Jugendstil-Ornamentik. Ein Fries aus Seerosenblättern ziert die Unterseite eines Erkers. Der Schmuck wurde aus Rücksicht auf die Altstadtsituation dezent angebracht; die polygonale Form des Erkers entspricht noch der Formensprache der Renaissance, wie sie auch das übrige Gebäude prägt. Die frühe Entstehungszeit verleiht dem Werk besondere Bedeutung. Erker am Sozialgericht,Ecke Karlstr./Weintraubengasse - [Schulhaus Schniegling](https://baukunst-nuernberg.de/schulhaus-schniegling/): Schulhaus Schnieglinger Straße 1900-1905 Georg Kuch Schnieglinger Straße 38/50 Georg Kuch entwarf in Nürnberg etliche Schulbauten. Im Sinne des Jugendstil gestaltet sind darunter zum Beispiel das Schulhaus an der Bismarckstraße und das früh entstandene Schulhaus an der Schnieglinger Straße (Abb.). Die aufwendige Ausführung mit Ornamenten in Sgraffito-Technik läßt auf einen gesteigerten Repräsentationsanspruch schließen. Bildungsbauten hatten im Kaiserreich nicht nur ihrem eigentlichen Zweck zu dienen. Sie dienten auch der Darstellung des Anspruches, den man an die Schüler und die Schule stellte. Ostfassade SchulhausSchnieglinger Straße - [Rohledererstr](https://baukunst-nuernberg.de/rohledererstr/): Wohnhaus Rohledererstr. 19 1908 An diesem Haus lässt sich sehr schön erkennen, dass der Jugendstil zum Assymetrischen tendierte: der Zwerchgiebel ist nicht mittig über den Fenstergruppen der unteren Stockwerke gruppiert. Gesteigert wird dies durch die C-förmigen Bögen, die vier Fenster in der Mitte der Fassade zusammenfassen. Dass der Giebel zur Hausecke hin gerückt ist, wirkt dadurch noch auffälliger Jugendstil-Fassade Rohledererstr. 19 Dekorativ wirkt das Relief, das eine fensterlose Wandfläche am ersten und zweiten Obergeschoss der Ostseite verziert. Gut zu erkennen sind auch die Jugendstilmotive Pflanzen, Blumen und Tierköpfe, die eine allegorische Frauengestalt umrahmen. Ansicht Ecke Rohlederer-/Sandrartstraße - [Prinzregentenufer](https://baukunst-nuernberg.de/prinzregentenufer/): Ensemble Prinzregentenufer 7-13 1907-1914 Peringer und Rogler Diese Baugruppe, die auf dem kurz nach der Jahrhundertwende frei gewordenen Areal der Cramer-Klett-Werke entstand, sticht durch ihr großstädtisches Format hervor. Prinzregentenufer 7 Prinzregentenufer 7 (1907-1908), Figurenschmuck von J. Müller. Der Turmaufsatz ist später entstanden. Prinzregentenufer 9 Prinzregentenufer 9 (1909), klassizisierender Spätjugendstil Prinzregentenufer 11 Prinzregentenufer 11 (1909). Besonders interessant ist die Eingangspartie: Unter einem Segmentbogen sind der Haupt- und ein Nebeneingang zusammengefasst. Der Bogen schneidet Pilaster, die zwischen dem Portal und dem darüberliegenden Erker vermitteln, und teilt sie farblich in zwei Zonen auf. Ungewöhnlich ist die Eingangspartie, die durch diese Gestaltung niedrig und […] - [Paniersplatz Jugendstil](https://baukunst-nuernberg.de/paniersplatz-jugendstil/): Wohnhaus am Paniersplatz 35 um 1904/05 Vom Historismus zum Jugendstil: die Tendenzen des Jugenstils zeigten sich nicht von einem Moment auf den anderen, aber von einem wirklichen Übergang zu sprechen, ist verfehlt, da der Jugendstil den Historismus in Nürnberg nicht abzulösen vermochte, sondern lediglich parallel zu ihm auftrat. Gelegentlich vermischte man die Stile, wie das folgende Beispiel zeigt. Die Schwierigkeiten mit der Akzeptanz der neuen Bewegung zeigen die vorsichtigen Anfänge. Bei diesem Wohnhaus am Paniersplatz fällt die Verbindung einer Fassadengliederung im Neorenaissancestil mit Jugendstildekor auf. Die Lage in der  Altstadt führte wahrscheinlich zu der Entscheidung für eine maßvoll historisierende Ausführung […] - [Opernhaus](https://baukunst-nuernberg.de/opernhaus/): Opernhaus Richard-Wagner-Platz 2/Lessingstraße 1 (Werkstätten)  ▶ Karte im BayernAtlas 1906 Heinrich Seeling Das Opernhaus beherbergt heute die Staatsoper Nürnberg. Es ist ein im Grunde neubarock angelegter Monumentalbau, der in seinen Einzelformen und dem Ornament aber eher dem Empfinden des Jugendstils entspricht. Fassade zur Lessingstraße Ursprünglich sollte der Musentempel im „Neu-Nürnberger Stil“ erbaut worden, wogegen sich jedoch Widerstand erhob. So erhielt Seeling, seinerzeit einer der gefragtesten Theaterarchitekten, den Auftrag, das Vorhaben im barockisierenden Jugendstil zu errichten. Fassadendetail über dem Haupteingang Anblick vom Frauentorgraben 1935 ließen die NS-Machthaber das Innere des Opernhauses nach ihren Vorstellungen durch Paul Schultze-Naumburg umgestalten. Nach Beschädigungen im […] - [Meuschelstr](https://baukunst-nuernberg.de/meuschelstr/): Häusergruppe Meuschelstraße/Krelingstraße  ▶ Karte im BayernAtlas 1904/1905 Popp und Weisheit Die Anwesen Meuschelstr. 23/25 (1904) und Krelingstr. 43 (1905) bilden zusammen eine imposante Wohnhausgruppe, wie sie in ähnlicher Einheitlichkeit selten in Nürnberg zu finden ist. Trotz unterschiedlicher Gestaltungsnuancen wirken die Gebäude insgesamt zusammengehörig. Die Struktur der Fassaden besteht aus Sandstein, der die Flächen gliedert. Der „Kammputz“ gibt den freien Flächen eine interessante Wirkung. Hervorzuheben sind die polychromen Fassaden, an denen phantasievolle florale Motive und Masken zu finden sind. Das Eckhaus nach seiner letzten Renovierung Das Eckhaus betont seine wichtige städtebauliche Lage innerhalb der zeittypischen Blockrandbebauung durch einen massigen Turm mit […] - [KWT](https://baukunst-nuernberg.de/kwt/): Kaufhaus am Weißen Turm Ludwigsplatz 24 1911-1913 Paul Bittorf und Otto Schulz Das Kaufhaus ist ein neubarocker Palast, sozusagen ein Konsumtempel. - [Holzschuherstr](https://baukunst-nuernberg.de/holzschuherstr/): Ehem. Meck’sche Blechwarenfabrik Holzschuherstraße 9  ▶ Karte im BayernAtlas um 1904 Henry Helbig und Ernst Haiger Für Nürnberg außergewöhnlich gute Jugendstilformen finden sich an diesem Haus im Stadtteil St. Leonhard, einer ehemaligen Blechwarenfabrik. Felix Geismann vom Bürgerverein St. Leonhard-Schweinau hat sich mit dem Gebäude befaßt: „Die noble Villa des Tresorfabrikanten Ernst Meck wurde 1903/04 nach Plänen der Münchner Star-Architekten Helbig und Haiger erbaut. Henry Helbig war einer der wenigen wirklichen Starchitekten des Jugendstils und ein bedeutender Verfechter der Münchner Sezession, einer besonders naturverbundenen Strömung des Jugendstils. Diese stilistische Besonderheit macht die innen wie außen prächtig ausgestaltete Meck-Villa zu einer Kostbarkeit, […] - [Gehoerlosenschule](https://baukunst-nuernberg.de/gehoerlosenschule/): Gehörlosen- und Schwerhörigenschule des Bezirks Mittelfranken Heinickestraße 2 1903 Josef Förster Das plastische Programm der Gehörlosen- und Schwerhörigenschule ist ein Beispiel für den Symbolismus im Jugendstil. Der Bau an sich ist hingegen konventionell ausgelegt. Die Frauengestalt über dem Eingangsportal ist ein Schutzengel, der mit ausgebreiteten Armen die links und rechts knienden Schüler aufnimmt. Die Eule über dem Schlussstein des Portals symbolisiert die Weisheit, die im Unterricht vermittelt wird. Schön sind auch die vielfarbigen (polychromen) Wandfelder oberhalb der Fenster und die Jugendstil-Ornamentik am Portal. Leider ist das Objekt auch ein Beispiel dafür, welch entstellende Wirkung unpassende Fenster an Baudenkmälern haben. Hoch […] - [Bismarckschule](https://baukunst-nuernberg.de/bismarckschule/): Bismarckschule Bismarckstraße 20  ▶ Karte im BayernAtlas 1902-1904 Georg Kuch und Carl Weber Die Bismarckschule ist wohl das bekannteste und auffälligste Jugenstilbauwerk in Nürnberg. Der aufwändige Bau entstand auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Ritter von Schuh. Abgesehen von der reichen und detaillierten Gestaltung im Jugendstil fällt der Komplex durch seine winkelförmige Anlage auf: Mädchen- und Knabenschule sind über die als Gelenk fungierende Turnhalle verbunden und bilden zusammen einen Hof. In der Mitte erhebt sich der Turm, dem im Jugendstil wichtiger Symbolcharakter zukommt. Schulhaus Bismarckstraße - [Allgemeines Jugendstil](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-jugendstil/): 1895-1915 Beim Stichwort „Jugenstil-Haus“ denkt manch einer an großzügige und vornehme Altbauwohnungen mit hohen Decken und schönen Verzierungen, wie ein Blick in die Internet-Immobilienbörsen zeigt. Doch längst nicht alle der so dargestellten, begehrten Altbauten sind dieser Epoche zuzuordnen. Wie lassen sich historistische Gründerzeit-Häuser von den selteneren Jugendstil-Gebäuden unterscheiden? Und was ist überhaupt Jugendstil? Gegenpol zur Industrialisierung Der heute sogenannte Jugendstil, benannt nach der zeitgenössischen Münchener Kunstzeitschrift „Jugend“, hat sich in verschiedenen europäischen Metropolen aus verschiedenen Motiven, so etwa als Gegenströung zu den Auswirkungen der Industrialisierung entwickelt. Das von der vordringenden industriellen Fertigung bedrohte Kunsthandwerk sollte erhalten und gefördert werden. Meuschelstr. […] - [vdm](https://baukunst-nuernberg.de/vdm/): Vereinigte Deutsche Metallwerke A. G. Geisseestraße 79-89  ▶ Karte im BayernAtlas Anfang 20. Jh./Abgerissen 1986 Eine Darstellung der Nürnberger Architekturhistorie wäre nicht vollständig ohne die traurige Geschichte der VDM-Fabrik in Schweinau, gleichzeitig einem der schwärzesten Kapitel des Denkmalschutzes in der Stadt. Mit dem Abriß des bemerkenswerten Fabrikgebäudes für einen banalen Flachdach-Baumarkt der Fa. Bahr gegen den Widerstand der Bevökerung und unter großem Echo in der Presse1 war einer der tragischsten und sinnlosesten Verluste wertvoller Industriearchitektur in Nürnberg zu beklagen. Bizarr ist dabei, daß der Abbruch der Fabrik überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, um den Baumarkt zu errichten. Für die Stadtverwaltung […] - [haltepunkt grossgruendlach](https://baukunst-nuernberg.de/haltepunkt-grossgruendlach/): Haltepunkt Großgründlach Kleingründlacher Straße 22 (abgerissen) 1876 Als Zeugnis der lokalen Eisenbahngeschichte bestand bis vor wenigen Jahren der Haltepunkt Großgründlach an der Strecke nach Erlangen. Um die Geschichte der kleinen Station zu verstehen, muß man weit ins 19. Jahrhundert zurückblicken. Die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth, die Ludwigseisenbahn, hatte das Privileg erhalten, bis 1865 alleine den Eisenbahnverkehr zwischen Nürnberg und Fürth betreiben zu dürfen. Die Staatsbahn Nürnberg-Bamberg änderte deshalb erst 1876 ihre Streckenführung, um Fürth anzuschließen.1 In der Nähe von Großgründlach findet die neuere Trasse auf die ursprüngliche Streckenführung zurück, die man zum Teil noch heute anhand topographischer […] - [Werderau](https://baukunst-nuernberg.de/werderau/): Gartenstadt Werderau Volckamerplatz, Hoffmannstraße u. a.  ▶ Karte im BayernAtlas 1910-1930 Ludwig Ruff Die stark wachsende MAN veranlasste den Bau der Siedlung für ihre Arbeiter und Angestellten um 1910; der Bau zog sich aber bis in die 1930er Jahre hin. Der Architekt Ludwig Ruff war in Nürnberg an zahlreichen Werken beteiligt, zuletzt an der Kongreßhalle des NS-Reichsparteitagsgeländes. Das Zentrum der Werkssiedlung „Werderau“ in Nürnbergs Süden, der halbrund angelegte Volckamerplatz, zeigt den „Arbeiterbarock“, mit dem das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer eigenen Organisation und der daraus folgenden Privilegierung erzeugt wurde. Die dahinter liegenden Wohnstraßen sind malerisch-unregelmäßig angelegt. An ihnen gruppieren sich […] - [Weiteres Industrialisierung](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-industrialisierung/): Weitere industriegeschichtlich bedeutende Bauten Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Härleinstr. 7 Denkmalliste: Zweigeschossiges Arbeiterwohnhaus bei den Leonischen Werken in Mühlhof, Mitte 19. Jh. Mühlhofer Hauptstr. 5 Denkmalliste: Leonische Drahtwerke, Fabrikgebäude, Sandsteinbau mit Sheddächern, 1881. Mühlhofer Hauptstr. 12 Denkmalliste: kein Eintrag Anmerkung: ähnlich Härleinstr. 7 Mühlhofer Hauptstr. 11 Denkmalliste: Ehem. Direktionsgebäude der Leonischen Drahtwerke, Sandsteinbau mit Satteldach, um 1860/80. Stieberstraße 6-21 Denkmalliste: Arbeitersiedlung der leonischen Werke in Mühlhof, acht eingeschossige Doppelhäuser, Backsteinbauten mit schiefergedecktem Satteldach, […] - [Wasserturm](https://baukunst-nuernberg.de/wasserturm/): Wasserturm Rangierbahnhof  ▶ Karte im BayernAtlas bez. 1911 Aus der mansardenartigen Dachgestaltung des Wasserturms des 1903 neu angelegten Rangierbahnhofes spricht noch die Rezeption eine Barockidee. Aber man kann vielleicht schon den kommenden Expressionismus vorausfühlen: Der Wasserbehälter mit dem spitzen Dach ist wie eine Skulptur gestaltet und erinnert mit seinem achteckigen Grundriss an einen Kristall. Da liegt der Vergleich mit dem Kristallgebäude des Architekten Bruno Taut nahe, der 1914 auf der Kölner Werkbundausstellung mit seiner Schöpfung Aufsehen erregt hat. WWW-Verweise und Literaturhinweise Bürgerkomitee gegen den Rangierbahnhof im Reichswald (Hg.): Rangierbahnhof im Reichswald – ein Beitrag zur geplanten Naturkatastrophe, Nürnberg 1973 SCHIEBER, […] - [Villa Spaeth](https://baukunst-nuernberg.de/villa-spaeth/): Fabrikantenvilla J.W.Spaeth Dutzendteichstraße 24  ▶ Karte im BayernAtlas um 1890 Konradin Walther Ab 1825 entstand nahe des Dutzendteichs die Maschinenbau-Fabrik des Unternehmers Wilhelm Spaeth. Bekannt wurde sie unter anderem durch den Zusammenbau des „Adlers“, der Lokomotive der ersten deutschen Eisenbahn, die zwischen Nürnberg und Fürth fuhr. Heute noch zu bestaunen ist die repräsentative Fabrikantenvilla von 1890 an der Dutzendteichstraße. Formen des Neubarock und der Renaissance verleihen dem Gebäude seine Wirkung. Im Inneren befindet sich ein Saal mit prunkvoller Decke. Die repräsentative Villa Späth war eine Zeitlang Sitz des katholischen Predigerseminars St. Paul Im Garten befindet sich ein reizvoller Pavillion (Seminarweg […] - [Tafelwerk](https://baukunst-nuernberg.de/tafelwerk/): Tafelwerk Äußere Sulzbacher Straße 60  ▶ Karte im BayernAtlas bez. 1922 (Verwaltungsgebäude) Hans Müller Das Eisenwalzwerk von Julius Tafel war einer der großen Industriekomplexe in Nürnberg aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Viel ist nicht mehr übrig vom Tafelwerk, an das fast nur noch ein Straßenname erinnert. Noch 1985 diente der ausgedehnte Hallenkomplex mit seinen markanten Schlöten, an die Wasserbehälter ähnlich wie beim Milchhof-Schornstein angebracht waren, der Deutschen Bundesbahn als großzügige Ausstellungshalle zum 150-jährigen Bahnjubiläum. Eisenwerk-Verwaltungsgebäude von J. Müller Eingang des ehem. Verwaltungsgebäudesdes Eisenwalzwerks Die weitere Geschichte ist beispielhaft für die städtebaulichen Entwicklungen der postindustriellen Epoche. Ein Teil der Hallen […] - [Siedlung Rangierbahnhof](https://baukunst-nuernberg.de/siedlung-rangierbahnhof/): Eisenbahnersiedlung Rangierbahnhof Bauernfeindstraße u. a.  ▶ Karte im BayernAtlas 1907-1914 German Bestelmeyer Der Nürnberger Rangierbahnhof wurde bis 1905 eingerichtet. In unmittelbarer Nähe dazu, in einer Insel zwischen zwei Bahnstrecken, entstand zwischen 1907 und 1914 eine Siedlung mit kleinen Wohnungen und Häusern. Jeder Familie war ein Garten zugeordnet. Vervollständigt wurde der Wohnort durch soziale Einrichtungen, Schule, Kirchen und Läden. Die Bewohner waren genossenschaftlich organisiert. Der Gedanke der Gartenstadtsiedlungen manifestierte sich hier zum ersten Mal in Nürnberg. Entworfen wurde die Anlage am Anfang von dem auch später in Nürnberg tätigen Architekten German Bestelmeyer, später übernahm das Büro Lehr und Leubert Planung und […] - [Schuckertsiedlung](https://baukunst-nuernberg.de/schuckertsiedlung/): Arbeitersiedlung Siemens-Schuckert Gaußstraße  ▶ Karte im BayernAtlas 1898-1908 Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in großem Maße Arbeitervorstädte. Die Siedlung Siemens-Schuckertscher Arbeiter in der Nürnberger Südstadt ist ein Beispiel für eine solche planmäße Wohnanlage. Ihre Einheitlichkeit ist besonders in der Gaußstraße auffällig – ein Glücksfall angesichts der schweren Zerstörungen im zweiten Weltkrieg. Arbeiterwohnungen in der Gaußstraße Trotz der einheitlichen Wohnungsmaße und Gebäudegrößen (dreistöckig) wird eine abwechslungsreiche Wirkung erzielt, indem die einzelnen Häuser individuelle Fassaden erhielten und sich teils in den Dachaufbauten unterscheiden. Die Rückseiten der Häuser sind dagegen sehr gleichförmig, wenn auch sich die Höfe heute sehr freundlich und mit viel […] - [Neumeyer](https://baukunst-nuernberg.de/neumeyer/): Kabelfabrik Neumeyer Klingenhofstraße 70a/72  ▶ Karte im BayernAtlas Anfang 20. Jh. Hans Müller Zur Kabelfabrik Neumeyer gehörte dieser repräsentative Verwaltungsbau. Die symmetrische Anlage umfasst mit den betonten Seitenflügeln eine Art Ehrenhof. Das Mansarddach trägt im Übrigen dazu bei, dass der Bau einen absolutistisch-barocken Schlossbau nachahmt. Der Erfolg des Unternehmens zur Bauzeit ist in der Architektur ablesbar. Das schöne Erbe der Industriestadt Nürnberg Auf den alten Anschlußgleisen im Schatten des ehemaligen Wasserturms betreiben heute die Museumseisenbahner der FME ihr Hobby - [Margarinewerke](https://baukunst-nuernberg.de/margarinewerke/): Vereinigte Margarinewerke Klingenhofstraße 52 (auch 50 b, c, 56/58/60)  ▶ Karte im BayernAtlas 1912 Georg Richter Der Baukomplex der Vereinigten Margarinewerke entstand im Nordosten Nürnbergs und ist zu einem Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Das liegt an seinem auffälligen Äußeren: die Anlage ist mit ihren verschiedenen Funktionsbauten gruppiert wie ein Barockschloss, überragt von dem charakteristischen Turm. Wie viele Volutengiebel zählen Sie auf diesem Bild? Den jüngeren Nürnbergern ist „die Resi“, wie der Komplex nach der früher hier hergestellten Margarinesorte genannt wird, als nächtliches Vergnügungszentrum gut bekannt. Den eigentümlichen Charm des Industriekomplexes, der anfangs „underground-feeling“ vermitteln sollte, nutzen heute diverse Diskotheken und […] - [Ludwigskanal](https://baukunst-nuernberg.de/ludwigskanal/): Ludwig-Donau-Main-Kanal Schleuse 72 (hinter Pfälzerwaldstraße 6/8), Brücke Kindermannstraße  ▶ Karte im BayernAtlas 1837-1843 König Ludwig I. von Bayern war der Initiator der nach ihm benannten Schiffahrtsstraße zwischen Main und Donau. Deren Bedeutung liegt in der ersten Überwindung der europäischen Wasserscheide zwischen Main und Donau, nachdem 1000 Jahre zuvor der vorherige Versuch Karls des Großen gescheitert ist. Nach seiner Stilllegung wurde der Kanal in weiten Strecken zurückgebaut und seine Trasse zum Bau einer Schnellstraße genutzt. Ein Großteil der einst 100 Schleusen wurde zerstört, aber südlich von Nürnberg kann der Kanalverlauf über viele Kilometer verfolgt werden. Im Bereich der Städte Nürnberg, Erlangen […] - [Hammer](https://baukunst-nuernberg.de/hammer/): Ehem. Industriegut Hammer Christoph-Carl-Platz  ▶ Karte im BayernAtlas 13. Jh./1554/um 1640/19. Jh In Hammer bei Laufamholz kommt man den Anfängen der Industrialisierung in Nürnberg auf die Spur. Ab dem 13. Jahrhundert wurde hier die Wasserkraft des Pegnitzflusses genutzt. Bis in den zweiten Weltkrieg hinein wurde in Hammer Messingblech produziert. Der immer noch einheitlich wirkende Komplex besteht aus der Ruine des 1943 durch einem Luftangriff zerstörten Herrenhauses und des Gasthauses, dem Uhrenhaus und weiteren Arbeiterwohnhäusern. Das Industriegut war befestigt, es sind noch Mauern, eine Tordurchfahrt und Wehrtürme vorhanden. Christoph-Carl-Platz mit Volckamer-Obelisk und Uhrenhaus Industriegut Hammer, ehem. Gaststätte (links) und Ruine des […] - [Gartenstadt](https://baukunst-nuernberg.de/gartenstadt/): Gartenstadt Nürnberg Minervastraße/Buchenschlag/Finkenbrunn und Nebenstraßen  ▶ Karte im BayernAtlas 1910-1923 Richard Riemerschmid Finkenbrunn, Buchenschlag u. a. Richard Riemerschmid, der deutsche Gartenstadt-Pionier, plante die Siedlung zwischen Ludwig-Donau-Main-Kanal und Rangierbahnhof. Die Gartenstadt wurde in zwei Phasen errichtet: die ersten Gebäude entstanden von 1910-1914, erweitert wurde die Siedlung von 1920-1923. Ähnlich wie am Rangierbahnhof finden sich hier unterschiedliche Häusergruppen, deren Gestaltung und Bezug zueinander Geborgenheit und glückliches Leben vermitteln sollte. Vor allem barocke Stilelemente herrschen in der Gartenstadt vor. - [Fabrik Bing](https://baukunst-nuernberg.de/fabrik-bing/): Bing-Fabrik Stephanstraße 49  ▶ Karte im BayernAtlas 1. Drittel 20. Jh. Die Firma Bing ließ in Gleißhammer ein Werk in historisierender Backsteinbauweise errichten. Der Komplex nimmt einen ganzen Straßenblock ein und hat mehrere Höfe. Er steht noch heute, wird jedoch vom Diehl-Konzern genutzt. - [Faberschloss](https://baukunst-nuernberg.de/faberschloss/): Faberschloss Stein, Rednitzstraße 2a/Nürnberg, Rednitzstraße  ▶ Karte im BayernAtlas 1872/1903-1906 Theodor von Kramer Die Bleistiftproduktion war und ist einer der bedeutendsten Industriezweige im Nürnberg. Eine ganze Zahl von namhaften Fabriken bestand hier nebeneinander. Von den baulichen Zeugnissen dieser Entwicklung ist noch vieles erhalten. Einen besonderen Namen machte sich der Industrielle Lothar von Faber, der auch gesellschaftlich gestaltende Kraft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war. Mausoleum im Faberpark, der als englischer Garten angelegt ist Faber-Castell’sches Schloß in Stein. Der Park liegt auf Nürnberger Stadtgebiet Im „Bleistiftschloss“ des Fabrikanten Graf von Faber-Castell spiegeln sich gleich mehrere Entwicklungen der Industrialisierung wieder. […] - [Allgemeines Industrialisierung](https://baukunst-nuernberg.de/allgemeines-industrialisierung/): 19./20. Jahrhundert Industrialisierung ist keine spezifisch kunsthistorische Epoche. So finden sich unter diesem Oberbegriff Bauten verschiedener Zeiten und Stile, beispielsweise Historismus und Jugendstil. Aufgrund der Bedeutung der Industrialisierung für Nürnberg wird ihr trotzdem ein eigenes Kapitel gewidmet. Von Mühlen und Hämmern: Die Vorläufer In Nürnberg gab es bereits vor der Industrialisierung architektonische Ausprägungen industrieller Entwicklungen. So weisen Hammerwerke wie in Katzwang und in Hammer bei Laufamholz, Mühlen (Kleinweidenmühle, Gerasmühle) und Wohnanlagen wie die der Sieben Zeilen in ihrer Struktur bereits auf spätere Entwicklungen der Industrialisierung hin. Auch die bereits 1569 gegründeten Leonischen Drahtwerke, heute multinationaler Konzern mit Sitz in Nürnberg, […] - [Weiteres Historismus](https://baukunst-nuernberg.de/weiteres-historismus/): Weitere historistische Bauwerke Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. 1840-1871 Schloßstr. 9 Denkmalliste: St. Petersfriedhof, angelegt 1844; neugotisches Leichenhaus 1866/69; zahlreiche Grabsteine; Erweiterung des Friedhofes nach Osten, um 1880/90; Grabsteine. Am Johannisfriedhof 32 Denkmalliste: Evang.-Luth. Pfarrhaus St. Johannis, zweigeschossiger Sandsteinbau mit Satteldach, Giebelzwerchhäuser, neugotischer Dekor, 1856, bez. 1864. Spittlertorgraben 27 Denkmalliste: Sandsteinquaderbau in Ecklage, Neurenaissance, um 1860/70. 1872-1879 Röthenbacher Hauptstr. 74 Denkmalliste: Schulhaus, zweigeschossiger Sandsteinbau mit Uhrtürmchen, bez. 1877; Erweiterungsbau, bez. 1907. 1880-1890 Fritz-Weidner-Str. 4 […] - [Staatsarchiv](https://baukunst-nuernberg.de/staatsarchiv/): Staatsarchiv Archivstraße 17 1878 Im späten Rundbogenstil entworfen wurde das Staatsarchiv an der Archivstraße. - [St Michael](https://baukunst-nuernberg.de/st-michael/): St. Michael 1908-1910Otto Schulz Wilhelm-Marx-Straße 36/38 Der süddeutsch-ländliche Neubarock ist in Nürnberg mit St. Michael vertreten. Otto Schulz war ein erfahrener Kirchenbaumeister und entwarf in Nordbayern eine Reihe von Sakralbauten für die katholische Kirche. Die Barockformen sind reduziert, auf überschwänglichen Zierrat wurde zugunsten ländlicher Einfachheit verzichtet. Neubarocke Fassade St. Michael An der mittenbetonenden Fassade mit halb hervorstehendem Turm lassen sich stilistische Details feststellen wie Zwiebelkuppel, Volutengiebel, Figurennische, Dreipaß-Oberlicht, Rundfenster und die räumlich ausgreifende Gestaltung der Fassade. - [Schweppermannstr](https://baukunst-nuernberg.de/schweppermannstr/): Anwesen Schweppermannstraße 22 - [Reithalle](https://baukunst-nuernberg.de/reithalle/): Reithalle des 1. Bayerischen Chevaulegers-Regiments Bärenschanzstraße 10 c 1860/61 An der Bärenschanze waren im letzten Jahrhundert berittene Soldaten stationiert, die eine Reithalle benötigten. Zu diesem Zweck entstand die hier gezeigte Anlage. Die lange, rechteckige Halle wurde im neugotischen Stil erbaut. Die Fenster haben flache Spitzbögen. Die Fassade an der Stirnseite wirkt mit den über das Dach hinausragenden stumpfen Säulen expressiv. Das Gebäude aus massivem Sandstein weist schöne Details auf: in der Fassade sind Kartuschen mit sich zugewandten Pferdeköpfen eingelassen, die den Zweck der Halle symbolisieren. Die Längsseiten werden durch Lisenen gegliedert, die dadurch entstehenden Wandfelder beinhalten jeweils ein Fensterpaar. Vom […] ## Pages - [Sitemap](https://baukunst-nuernberg.de/sitemap/): Site Map Page 1 – Generated by www.xml-sitemaps.com Site Map Homepage Last updated: 2010, February 7 / 223 pages Baukunst Nürnberg:   Baukunst Nürnberg:  Allgemeines_Einleitung Baukunst Nürnberg: Romanik Burg Baukunst Nürnberg: Gotik Albrecht-Duerer-Haus Baukunst Nürnberg: Gotik Sebaldus_gotisch Baukunst Nürnberg: Renaissance Sinwellturm Baukunst Nürnberg: Renaissance Rathaus Baukunst Nürnberg: Barock Egidienkirche_Barock Baukunst Nürnberg: Klassizismus Elisabethkirche Baukunst Nürnberg: Historismus Allgemeines_Historismus Baukunst Nürnberg: Jugendstil Bismarckschule Baukunst Nürnberg: Moderne Milchhof Baukunst Nürnberg: Gegenwart Aluminiumwerke Baukunst Nürnberg:  Kontaktformular Baukunst Nürnberg:  Hilfe Baukunst Nürnberg:  Stichwortverzeichnis Baukunst Nürnberg:  Impressum Baukunst Nürnberg: Romanik Allgemeines_Romanik Baukunst Nürnberg: Gotik Allgemeines_Gotik Baukunst Nürnberg: Renaissance Allgemeines_Renaissance Baukunst Nürnberg: Barock Allgemeines_Barock Baukunst Nürnberg: Klassizismus Allgemeines_Klassizismus Baukunst Nürnberg: Industrialisierung Allgemeines_Industrialisierung Baukunst Nürnberg: Jugendstil Allgemeines_Jugendstil Baukunst Nürnberg: Moderne Allgemeines_Moderne Baukunst Nürnberg: Nationalsozialismus Allgemeines_Nationalsozialismus Baukunst Nürnberg: Nachkriegszeit Allgemeines_Nachkriegszeit […] - [Links](https://baukunst-nuernberg.de/verweise/): Verweise zu themenverwandten WWW-Seiten http://www.denkmalschutz.nuernberg.de (Website der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Nürnberg, mit sehr gutem Denkmalstadtplan) http://www.blfd.bayern.de/ (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege mit dem BayernViewer-Denkmal, einem topographischen Online-Verzeichnis der Baudenkmäler) http://www.stadtarchiv.nuernberg.de/stadtgeschichte/daten.html (Daten zur Nürnberger Geschichte) http://www.herrensitze.com/ (Ausgezeichnete, wissenschaftlich fundierte Website des Vereins Altnürnberger Landschaft mit Informationen u. a. zu nahezu allen Nürnberger Herrensitzen) http://www.nuremberg-photos.de/ Liebevoll gestaltetes Nürnberg-Fotoalbum mit schönen Aufnahmen aus allen Stadtteilen http://www.bauernhausfreunde.de/ Website der Nürnberger Bauernhausfreunde e. V., dem Verein zum Erhalt historischer Bauernhäuser in Nürnberg und zum Aufbau eines Schwedenhaus-Museums http://www.engr.psu.edu/deutschlandsarchitektur/nuernberg/ (Einige Bilder von Nürnberger Baudenkmälern, teilweise mit Erläuterung) http://www.virtusens.de/walther/nurnberg.htm (Nietzsche und Nürnberg, auch Vorkriegs-Nbg) Speziell zum Thema […] - [Index: A-Z](https://baukunst-nuernberg.de/stichwortverzeichnis/): Architektur in Nürnberg von A bis Z: Stichwortverzeichnis Das folgende Stichwortverzeichnis ist interaktiv, d. h. Sie gelangen durch Anklicken des Stichwortes zu der gewüschten Stelle. A Adelspalais (Tucherpalais am Egidienplatz) Akademie der bildenden Künste Albrecht-Dürer-Haus Aluminiumwerke (Alcan-Aluminiumwerke) Allerheiligenkapelle des LandauerschenZwölfbrüderhauses Almoshof, Herrensitz Altenfurter Rundkapelle Antonius, St. (Kirche) Apollotempel Arbeitersiedlung Siemens-Schuckert Arbeitsamt Arena (Eissporthalle) B Barfüßer-/Franziskanerkloster, ehem. Barockgärten (Hesperidengärten) Baumeisterhaus Bing (Fabrik) Bismarckschule Brettergarten (Herrensitz) Buchenbühl (Siedlung) Burg Burgbasteien (Fazuni-Basteien) Burggrafenburg Business-Tower C CineCitta (Multiplexkino) Carl-von-Linde-Straße (Wohnanlage) D Dannreuther’scher Herrensitz (Brettergarten) Deutsche Bau-Ausstellung 1948 Deutscher Kaiser (Hotel) Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Dominikanerkloster, ehemaliges Dr.-Luppe-Platz (Wohnanlage) Dreieinigkeitskirche Dürerhaus E ECA-Siedlung Eissporthalle „Arena“ Egidienkirche (Gotik) […] - [Rundgang](https://baukunst-nuernberg.de/rundgang/): Weitere Bauwerke in Nürnberg Urheberrechtshinweis: Die Texte stammen großteils aus der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege; da es sich um ein amtliches Werk handelt, ist die Übernahme nach § 5 Abs. 2 UrhG zulässig. Romanik | Gotik | Renaissance | Barock | Klassizismus | Historismus | Industrialisierung | Jugendstil | Moderne | Nationalsozialismus | Nachkriegszeit | Gegenwart Romanik Gotik Renaissance Barock Klassizismus Historismus Industrialisierung Jugendstil Moderne Nationalsozialismus Nachkriegszeit Gegenwart Sonstiges Denkmalliste: - [Literaturhinweise](https://baukunst-nuernberg.de/quellen/): Literaturhinweise Aus der umfangreichen Literatur zu Architektur in Nürnberg sind hier nur einige (teils leider vergriffene) Werke beispielhaft herausgegriffen. Es wird daher kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. 1. Literatur mit lokalem Bezug Bedal, Konrad / May, Herbert: Dörfer, Höfe, Stuben. Fotos von Friedrich August Nagel 1876-1959, Bad Windsheim 2001 Beer, Helmut / Heyden, Thomas / Koch, Christian / Liedtke, Gerd-Dieter / Nerdinger, Winfried / Schmidt, Alexander: Bauen in Nürnberg 1933-1945: Architektur und Bauformen im Nationalsozialismus, Nürnberg 1995 Biller, Konrad / Voll, Herbert: Städtebilder: Architekturkritische Streifzüge, Nürnberg 1998 Brix, Michael: Nürnberg und Lübeck im 19. Jahrhundert. Denkmalpflege – Stadtbildpflege – Stadtumbau, […] - [Nutzungsbedingungen](https://baukunst-nuernberg.de/nutzungsbedingungen/): Urheberrecht Alle Texte und Abbildungen auf dieser Website sind urheberrechtlich geschützt, soweit nicht anders angegeben. Die Verwendung von Texten oder Bildern – auch auszugsweise – bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Betreibers. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. 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Allgemeines zur Datenverarbeitung Diese Website dient ausschließlich der Bereitstellung redaktioneller Inhalte zur Architekturgeschichte Nürnbergs. Eine Registrierung von Nutzern findet nicht statt. Personenbezogene Daten werden nur insoweit erhoben, wie dies technisch erforderlich oder durch eine freiwillige Kontaktaufnahme veranlasst ist. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist: 3. Hosting und Server-Logfiles Hosting-Dienstleister Diese Website wird auf Servern der Hostinger […] - [Künstlerverzeichnis](https://baukunst-nuernberg.de/kuenstlerverzeichnis/): Verzeichnis einiger wichtiger Künstler und Architekten Die Namen sind alphabetisch geordnet; die Werkangaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Soweit Auskünfte innerhalb von baukunst-nuernberg.de verfügbar sind, ist der Text mit einem Verweis unterlegt. Anfangsbuchstabe des Nachnamens: A| B| C| D| E| F| G| H| I| J| K| L| M| N| O| P| Q| R| S| T| U| V| W| X| Y| Z Bartning, Otto 1883-1959 Architekt der Mitte des 20. Jh. mit Schwerpunkt auf evangelischem Kirchenbau, Anhänger des Bauhauses, zuletzt BDA-Präsident. Werk in Nürnberg: Notkirche Schafhof Ehem. Notkirche von 1949 auf dem Friedhof von St. Leonhard Beheim, Hans (d. Ältere) 1455/60-1538 […] - [Kontakt](https://baukunst-nuernberg.de/kontaktformular/): Liebe Freude von baukunst-nuernberg.de, über Zuschriften und Fragen zum Thema Architektur in Nürnberg freue ich mich immer. Zögern Sie nicht, sich an mich zu wenden, eine Antwort ist versprochen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Nachricht unverschlüsselt verschickt wird. Das ist aber ebenso sicher wie die Benutzung Ihres normalen E-Mail-Programms. Mit besten Grüßen Dr. Michael MetznerAutor von baukunst-nuernberg.de Inquiries are welcome in any language! - [Impressum](https://baukunst-nuernberg.de/impressum/): Impressum baukunst-nuernberg.de Dr. jur. Michael Metzner, Stubenlohstr. 8, D-91052 Erlangen Tel.: +49 (91 31) 20 46 76 E-Mail: kontakt (at) baukunst-nuernberg.de Nutzen Sie für Fragen bitte auch das Kontaktformular! - [Hilfe zur Website](https://baukunst-nuernberg.de/hilfe/) - [Exkurs: Fürth](https://baukunst-nuernberg.de/fuerth/): Fürth, die Perle der Belle-Epoque Mittelalter bis Barock | Klassizismus | Historismus | Jugendstil | Von der Moderne bis heute Es soll ja Zeitgenossen geben, für die die Welt an der Stadtgrenze bei Nürnberg-Doos endet. Wer sich dazu zählt, der verpaßt etwas Einzigartiges: Fürth besitzt eines der besterhaltensten historischen Stadtbilder der Gründerzeit. Kaum eine andere Stadt in Deutschland bietet ein so geschlossenes Bild an Bauten des Historismus und des Jugendstils von teils herausragender Qualität. Man könnte die Bedeutung Fürths für die Architektur der „Belle Epoque“ gut und gerne mit der Bedeutung Rothenburgs für das Mittelalter vergleichen. Höhepunkte der grüderzeitlichen Sehenswürdigkeiten […] - [Exkurs: Erlangen](https://baukunst-nuernberg.de/erlangen/): Barockes Erlangen Obgleich bereits 1002 erstmals erwähnt, gewann Erlangen erst 1686 durch Gründung der Neustadt durch Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Kulmbach seine heutige architektonische Bedeutung. Hintergrund war die Ansiedlung von Hugenotten, protestantischen Flüchtlingen aus Frankreich, die hier Asyl fanden. Ideale Stadtanlage am Beispiel Erlangens Die Stadtanlage der Erlanger Neustadt veranschaulicht greifbar die Ideen barocker Stadtplanung. Auffallend an der Neustadt ist die streng geometrische, planmäße Anlage mit ihren rechtwinklig angelegten Straßenzügen. Vergleichbare Grundrisse haben zum Beispiel Karlshafen in Nordhessen (mit ähnlichem zweistöckigem Haustyp) und Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main. Weitere Beispiele für barocke Planstädte mit rechtwinkligem Straßenmuster sind Ludwigshafen und Hanau. […] - [Einleitung](https://baukunst-nuernberg.de/): Nürnberger Baukunstvon der Romanik bis heute Ein Architekturführer und eine Architekturgeschichte – nach Epochen geordnet Willkommen bei baukunst-nuernberg.de baukunst-nuernberg.de ist ein Architekturführer über Nürnberg und gleichzeitig eine nach Epochen geordnete Architekturgeschichte – seit 1998 gewachsen und kontinuierlich erweitert. Schon immer war das Interesse an der Architektur Nürnbergs groß. Die Stadt, ihre Sehenswürdigkeiten und ihr Schicksal haben schon Generationen von Besuchern beeindruckt. Wer bisher vergeblich nach Informationen über Nürnberger Bauwerke außerhalb von Burg und Christkindlesmarkt gesucht hat, findet hier mehr Auskünfte. Nahezu jedes Objekt ist mit einer Abbildung vertreten. So können Sie sich zum Beispiel gleichzeitig darüber informieren, was Jugendstil ist, […] ## Optional - [Agent (MCP protocol)](websites-agents.hostinger.com/baukunst-nuernberg.de/mcp) [comment]: # (Generated by Hostinger Tools Plugin)