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Kirche St. Karl BorromäusLindnerstraße 7 1926/27 |
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| Expressionistisch ist die katholische Kirche St. Karl Borromäus in Mögeldorf. Die aus unverputztem Kalksandstein, Sichtbeton und Natursteinen errichtete Basilika ist formal an früchristliche und romanische Kirchen angelehnt. Deren abweisende Westwerke sind hier durch eine nahezu fensterlose Wand nachgebildet, die nur durch das farbige Mosaik des Kirchenpatrons aufgelockert wird. Die behauenen, horizontal liegenden Ecksteine an Westwerk und Taufgebäude könnten optisch von der fachwerkimitierenden, angelsächsischen "long-and-short-work" Bauweise inspiriert sein (allerdings ohne die vertikalen "langen" Elemente). Die expressive Wirkung erzielt der Architekt durch verschiedene Kunstgriffe: so verjüngt sich die Fassade nach oben hin, so dass die Kirche dem unmittelbar davorstehenden Betrachter höher erscheint, als sie ist.Die Geschosse sind durch quer durchlaufende, Massivität betonende Simse getrennt. Die Türme treten als solche nur im obersten Stockwerk zur Fassade hin in Erscheinung und sind im Verhältnis zum übrigen Baukörper maßstäblich verkleinert – auch dies lässt die Kirche größer wirken. |
Der Kirchenpatron als Mosaik |
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| Auch das polygonale Baptisterium mit Fensterumfassungen aus grob behauenem Stein entspricht mit seinen Dekorationselementen der expressionistischen Strömung. Die monumentale Eingangspartie mit den drei Arkadenbögen zeigt eine zeittypische architektonische Sprache. Es bietet sich daher ein Vergleich der katholischen Kirchenbauten Fuchsenbergers mit den protestantischen Kirchen Bestelmeyers an. |
Die Innenausstattung der Kirche ist passend zu dem Äußeren gestaltet. Paul Thalhammer (* 1884 in Heilbronn), schuf die Wandbilder im Inneren, bei denen wenige Farben im Kontrast zu den goldenen Heiligenscheinen wirken. Fuchsenberger entwarf auch die sehr ähnlich ausgelegte und etwa gleichzeitig entstandene St. Bonifaz-Kirche in Erlangen. |
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WWW-Verweise und Literaturhinweise
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