Epoche:
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| 19./20. Jahrhundert | ||
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Industrialisierung ist keine spezifisch kunsthistorische Epoche. So finden sich unter diesem Oberbegriff Bauten verschiedener Zeiten und Stile, beispielsweise Historismus und Jugendstil. Aufgrund der Bedeutung der Industrialisierung für Nürnberg wird ihr trotzdem ein eigenes Kapitel gewidmet. Von Mühlen und Hämmern: Die VorläuferIn Nürnberg gab es bereits vor der Industrialisierung architektonische Ausprägungen |
Nürnberger Baudenkmal der Industrialisierung: |
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Rauchende Schlote – Strukturwandel im 19. Jahrhundert |
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| Die Industrialisierung ist einer der wesentlichen soziokulturellen Faktoren des 19. Jahrhunderts. Dies hat sich auch in unterschiedlicher Weise in der Architektur niedergeschlagen: einerseits in der Frage, was gebaut wurde (Fabrik- und Infrastrukturbauten, Fabrikantenvillen, Arbeitersiedlungen), andererseits beim Einfluss auf die Bautechnik (Verwendung neuer Materialien und Verfahren, Rationalisierung).
Tucherbrauerei Schillerstraße, 1897-98 von Müller Ein Bereich, in dem neue Bauaufgaben entstanden, war der Bau von Wohnungen für die |
Wohnhaus Johann Michael Bast (1820-91) bei dessen Hefe- und Spiritusfabrik in Buch, Nürnberg profitierte in besonderer Weise von der Industrialisierung. Hatte man
Arbeiter-Wohnquartier Kieselbergstraße |
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Auf ins Grüne – Gartenstadt-Bewegung |
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| Aus England kommend, wurde der Gartenstadt-Gedanke in Deutschland zuerst in Hellerau bei Dresden durch Richard Riemerschmid aufgegriffen – ein Prominenter, der auch in Nürnberg die Siedlung "Gartenstadt" entwarf. Unregelmäßige Straßenführung, romantisierende architektonische Gestaltung und viel Grün sollten die Wohnverhältnisse und die gesundheitliche Verfassung der Arbeiter verbessern. Mit der eigentlichen Gartenstadtidee haben die hier vorhandenen "Gartenstädte" |
"Gartenstadt"-Zitate in Erlangen |
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| Nürnberg, das durch die Industrialisierung maßgeblich verändert wurde, weist drei Beispiele für Gartenstadt-Architektur auf. Sie können auch heute noch besichtigt werden. Auch in den Nachbarstädten gibt es ähnliche Anlagen, bei denen das Tormotiv nie fehlen durfte. Die Gartenstadt-Bewegung konnte sich wegen des ersten Weltkriegs letztlich nicht durchsetzen. Sie war letztlich zu aufwendig. Nach dem ersten Weltkrieg wurde anders gebaut, es entstanden die großen sozialen Wohnungsbauprojekte der 1920er und 1930er Jahre. |
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Neue Techniken im Bauwesen |
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Neben das Bauen mit konventionellen Materialien trat im Laufe des 19. Jahrhunderts, begünstigt durch die industrielle Herstellung von Eisen und Stahl, die Verwendung von Metall in der Architektur. Nürnberg bietet ein besonders richtungsweisendes Denkmal dieser Epoche: den Kettensteg, die älteste freischwebende Stahlhängebrücke Deutschlands, bereits 1824 von Johann Georg Kuppler errichtet. 1930 wurden allerdings Joche eingezogen, seitdem schwingt der Kettensteg nicht mehr frei.
Äußerlich nicht erkennbar: die Gaststätte "Trödelstuben", Trödelmarkt 30, ist ein Stahlbau |
Der Kettensteg, ein besonderes Denkmal der Technikgeschichte, überspannt den Pegnitzausfluß am Maxplatz Die "Trödelstuben" sind als Gaststätte recht bekannt, aber nur wenige wissen, daß es sich |
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Dienstleistung gegen Industrie: Das 20. Jahrhundert |
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| In der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war Nürnberg noch eine blühende Industriestadt. So lag hier etwa in den 1920er Jahren neben Berlin die deutsche Hochburg der Motorradindustrie mit mehr als drei Dutzend Herstellern (z. B. Triumph, Victoria, Zündapp). Im Zuge des Strukturwandels im des 20. Jahrhunderts sind immer mehr Unternehmen verschwunden und deren Fabriken abgerissen worden. Noch in den 1980er Jahren opferte man eine einzigartige Fabrikanlage zu Gunsten eines nichtssagenden Baumarkts, und von den 1985 noch zu Zwecken des 150-jährigen Eisenbahnjubiläums hergerichteten Hallen des Tafelwerks ist nur noch ein symbolischer Teil übrig. Nürnberg hat noch immer mit den Auswirkungen des Strukturwandels zu käpfen. Heute spricht man von der "Postindustriellen" Gesellschaft. |
Ruine "Zucker-Bär" Auch geben expandierende Unternehmen ihre beengten Innenstadtlagen auf, um sich auf der "grünen Wiese" neu niederzulassen, wie etwa Das Ende vieler – wertvoller – Industriedenkmäler: |
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Spezielle Literaturhinweise zur Industrialisierung:
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Zeugnis der Motorradindustrie: |
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